Radweg zu schmal? FP fordert Aufhebung. Ein Radfahrstreifen in der Hauptstraße sei nicht rechtens, meinen die Freiheitlichen, Vize dementiert.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:21)
Christoph Dworak
Stein des Anstoßes: die Radverbindung gegen die Einbahn.

„Zunehmend werden von Gemeindeverantwortlichen Mehrzweckstreifen auf die Straße gemalt. In der Regel viel zu schmal“. Diese Kritik der „Radlobby“ ist für die FPÖ Mödling ein gefundenes Fressen.

Und eine Erinnerung an die Stadtverantwortlichen, den stadtauswärtigen Radfahrstreifen in der Hauptstraße zwischen Josef Deutsch-Platz und Bahnbrücke aufzulassen.

FPÖ-Gemeinderat Walter Windsteig stützt sich in seiner Forderung auch auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts in Wien aus dem Jahr 2016. Demnach ist ein Abstand von 1,2 – 1,8 Metern von parkenden Autos angebracht, um Türen, die unvermittelt geöffnet werden, ausweichen zu können („Anti-Dooring-Urteil“).

"Es hat leider schon Dooring-Unfälle gegeben"

Eben der geforderte Abstand ist „in der Fahrtrichtung stadteinwärts im Zusammenhang mit dem Mehrzweckstreifen möglich“, erklärt Windsteig. „In der Gegenrichtung ist er jedoch einerseits aufgrund der baulichen Maßnahmen – Kante zur Fahrbahn– und andererseits durch den Gegenverkehr zwischen Josef Deutsch-Platz und Jakob Thoma-Straße nicht möglich. Aus Sicherheitsgründen muss daher der Radfahrstreifen stadtauswärts zwischen Josef-Deutsch-Platz und Bahnbrücke dringend aufgelassen werden.“

Verkehrsstadtrat & Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher, Grüne, erklärt: Der gegenständliche Radweg habe eine Breite von insgesamt 1,60 Meter. „Das ist nicht viel, aber laut der ,Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen’ akzeptabel.“ Das Urteil habe zudem „keine unmittelbare Auswirkung auf baulich getrennte Radwege – und schon gar nicht auf bestehende Radwege. Klar ist aber, dass es in der Hauptstraße eng ist. Es hat leider schon Dooring-Unfälle gegeben. Die Stadtgemeinde hat aus diesen Gründen den Radweg im Bereich zwischen Deutschplatz und Thoma-Straße eingefärbt, um bei allen Verkehrsteilnehmern besondere Aufmerksamkeit zu erzeugen.“

Eine Aufhebung der Radwegverbindung hält Wannenmacher für „absurd. Wenn man wirklich breite Radfahranlagen schaffen möchte, müsste der Parkstreifen an südlichen Rand der Hauptstraße aufgelöst werden. Das will die FPÖ aber sicher nicht, oder?“ Die neuen Radverbindungen in der Grutschgasse oder Neudorfer Straße werden übrigens „breit und bequem ausfallen“, merkte Wannenmacher an. Dort tue man sich aber auch mit dem Straßenquerschnitt leichter.

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