Raiffeisen-Bilanz: Kein Rotstift bei Filialen. Die Raiffeisen Regionalbank Mödling bleibt ihrer Infrastuktur treu.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 24. Mai 2019 (04:24)

Strategische Fragen seien für eine regional tätige Bank „von großer Wichtigkeit“, merkte Stefan Jauk, Geschäftsleiter der Raiffeisen Regionalbank Mödling, im Zuge der Stadtkonferenz an. „Es geht darum, nicht nur den richtigen Sitzplatz, sondern auch den richtigen Zug in die Zukunft zu wählen.“

Und diesbezüglich sei man auf einem guten Weg, ist Jauk zuversichtlich. Netto habe man im Geschäftsjahr 2018 „in einer sehr umkämpften Region“ 1.700 Neukunden (insgesamt 61.310) und 700 Mitglieder (insgesamt 17.000) gewinnen können. Die Wachstums-Strategie, die Entwicklung der „Digitalen Bank“ und der Umstand, „Bankstellen als nachhaltige Erfolgsfaktoren zu sehen“, hätten sich bewährt, betonte Jauk.

"Wertschöpfung in der Region könne sich sehen lassen"

Die Schließung von Filialen sei „mittelfristig nicht geplant. Schlussendlich entscheidet der Kunde, ob ein Standort frequentiert wird“. Aktuell sieht Jauk die „bewusste Aufrechterhaltung unserer Infrastruktur“ mit 18 Bankstellen, zwei Automatenbankstellen und sechs zusätzlichen Bankomat-Standorten (darunter ein neuer in der Mödlinger Fußgängerzone) als „Beitrag zur Nahversorgung in den Gemeinden“.

Die Wertschöpfung in der Region könne sich sehen lassen, ergänzte Jauk: „Wir haben im Vorjahr 326.000 Euro Kommunalsteuer an die Gemeinden abgeführt und mit insgesamt 134.000 Euro viele Freiwilligen-Organisationen unterstützt.“

Operativ habe es im 120. Bestandsjahr des Raiffeisen Regionalbank Mödling ein Ergebnis gegeben, das „über unseren Erwartungen lag“. Mit einem Gesamt-Geschäftsvolumen von 2,9 Milliarden Euro gehöre man zu den Top-3-Raiffeisenbanken im Lande (neben Mostviertel Mitte und Waldviertel Mitte).