Totes Schaf: Hund hat zugebissen. Schäfer Erich Frank hat es mit dem DNA-Ergebnis schwarz auf weiß, wer eines seiner Krainer Steinschafe gerissen hat.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 13. September 2019 (05:31)
Jandrinitsch
Renate und Erich Frank sind mit ihren Schafen in der ganzen Thermenregion unterwegs. Im Hintergrund ist der Elektrozaun gut erkennbar.

Es war ein Hund und kein Wolf, Goldschakal oder Luchs, der eines der Schafe von Erich Frank, die im Naturschutzgebiet Eichkogel weiden, totgebissen hat. Die NÖN berichtete.

Das hat die DNA-Analyse, durchgeführt vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, angesiedelt an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, ergeben. Im Forschungsinstitut für Wildtierkunde ist auch die Koordinierungsstelle für Braunbär, Luchs und Wolf beheimatet.

"Totes Schaf war die Spitze des Eisberges"

Diese wird von Georg Rauer, oft salopp als „Bärenanwalt“ bezeichnet, geleitet. Für Frank ist das Ergebnis keine Überraschung. Er erklärt: „Das tote Schaf am Eichkogel war quasi die Spitze des Eisberges. Probleme mit nicht angeleinten Hunden gibt es laufend, da diese die Schafe verschrecken – mit unterschiedlichen Folgen.“

Dabei sind die Gebiete, wo Franks Schafherden weiden, mit einem Elektrozaun umgeben. Der hält Hunde aber nicht davon ab, darüber zu springen und die Schafe zu jagen.

Was Frank nicht versteht: „Wenn so etwas passiert, warum meldet das der Hundebesitzer dann nicht? Es hat doch jeder eine Haushaltsversicherung, damit ist der Schaden zumindest finanziell abgedeckt.“