Trauer um Heurigenwirt „Lupo“. Von einem schweren Autounfall im Juli hat sich der beliebte Heurigenwirt Ludwig „Lupo“ Niederall nicht mehr erholt.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 19. Oktober 2017 (05:12)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
„Lupo“ wie ihn alle kannten, in seinem Heurigen mit seinem Hund Leopold.
privat

Er war eine Mödlinger Institution, wer zum „Lupo“ in die Fabriksgasse ging, wusste das Deftige und Originelle zu schätzen – die legendär knusprigen Stelzen aus dem selbst gebauten Ofen, musikalische Events, die die Leute weit über Mödlings Grenzen hinaus anzogen, die ungekünstelte und persönliche Atmosphäre.

Ludwig „Lupo“ Niederall ist tot. Er verstarb im 67. Lebensjahr nach einer Operation. Ganz Mödling bangte mit dem beliebten Heurigenwirt, als er in der ersten Juliwoche in Wiener Neustadt einen schweren Autounfall hatte.

Zukunft des Heurigen ist ungewiss

Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wollte er nun zur Reha. Es kam leider anders. Lupo, gelernter Maurer, hatte den Heurigenbetrieb von seinen Eltern übernommen und über die Jahre zu einem Fixpunkt der regionalen Heurigenkultur gemacht.

Freiheitsliebend, reiselustig und mit viel Sinn für das Ungewöhnliche war er in anderen Ländern unterwegs, besonders in Kuba, wo er eigentlich seine Pension genießen wollte.

Die Zukunft des Heurigen ist ungewiss. Lupo, die besondere Atmosphäre, die er in seinem Lokal zu schaffen wusste, und viele unvergessenen Abende werden in Erinnerung bleiben.

Die Beerdigung ist am 24. Oktober um 12 Uhr in Mödling.