Traum von einer Eishalle ist geplatzt. Im Budget 2018 ist kein Cent für die geplante Übersiedlung vorgesehen. Alternativen werden geprüft.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 22. November 2017 (05:32)
Leithana
Der Traum von einer Eishalle in Mödling – so wie hier die „Leithana“ in Bruck an der Leitha –ist wohl geplatzt.

Eislaufen ist die einzige Wintersportart, der man in Mödling regelmäßig nachgehen kann. Rodeln und Langlaufen sind nur möglich, wenn’s eine Schneedecke gibt. Ergo ist man seit Jahren bemüht, die Eisfläche im Bad den modernen Gegebenheiten anzupassen. Nicht zuletzt des Geldes wegen – teure Eisaufbereitung und -erhaltung – hat sich der Gemeinderat ein hehres Ziel gesteckt: raus mit dem Eislaufplatz aus dem Zentrum der Stadt – ab damit auf das Areal in der Jakob Thoma-Straße.

Ein Hallenprojekt soll her, zumindest eine Eisfläche, die von Witterungseinflüssen geschützt ist. Profitieren sollten nicht nur die Eisstockschützen, die Eiskunstläufer und die Eishockey-Spieler, sondern auch die Hobby-Eisläufer, die dem Sport dann ganzjährig frönen könnten. Das Projekt schien noch vor wenigen Monaten zum Greifen nahe: „Nur die Zusage des Bundes fehlt“, lautete die Überschrift eines NÖN-Artikels.

"Geplante Übersiedlung ist nicht im Budget 2018 vorgesehen"

Seitdem herrscht Funkstille, die Nationalratsneuwahlen haben dem Projekt eine weitere Zwangspause auferlegt. Und Finanzstadtrat & Vizebürgermeister Ferdinand Rubel, ÖVP, hat im Zuge der Budgetdebatte auch keinen Funken Hoffnung zum Bau einer Eishalle am Schulsportgelände versprüht. „Die geplante Übersiedlung der Eisfläche ist nicht im Budget 2018 vorgesehen“, betonte er im NÖN-Gespräch.

Nach intensiven Gesprächen mit Land und Bund sei die Kostenschätzung vorgelegen: „10 Millionen Euro. Um das Projekt umsetzen zu können, müsste also ein Wunder her“, gibt sich Rubel keinen Illusionen hin. „Alleine schafft das die Gemeinde nicht, wenn sich Land und Bund zu einer Sonderfinanzierung in Millionenhöhe hinreißen lassen, können wir wieder darüber reden.“

Mobile Eisfläche samt Überdachung

Jetzt werde man sich um einen Kompromiss kümmern. Man sei in Kontakt mit der Firma „Ast“ aus Tirol, die Lösungen für mobile und permanente Eisbahnen anbiete. „Wir denken auch an eine mobile Überdachung der Eisfläche“, merkte Rubel an.