Wiener stolperte über Granit statt Asbest. Junger Wiener stolperte auf der Meierwiese über einen grauen Brocken und ortete eine gesundheitsgefährdende Substanz.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:13)
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Mitte März unternahm Dominik Hye einen Spaziergang auf der Meiereiwiese und stolperte dabei über einen grauen Gegenstand.

Hye wagte nicht, das Material genauer in Augenschein zu nehmen, er fürchtete: „Womöglich handelte es sich um Asbest, das sich von der Ruine des Föhrenhofes gelöst hat und auf die Meiereiwiese gelangt ist. Eines weiß ich: Asbest ist wirklich gesundheitsschädlich, ich habe einfach nur geschaut, dass ich weiterkomme.“

Auf sich beruhen lassen wollte Hye den Vorfall aber nicht, Ende April erstattete er Anzeige bei der Polizei, das bestätigt auch Bezirkspolizeikommandant Peter Waldinger: „Wir haben die Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft Mödling weiter geleitet.“

Hye hat sich auch bei der Stadtgemeinde Mödling gemeldet. Ulla Freilinger, Umweltschutzbeauftragte der Stadt, versichert, dass „es sich dabei sicher nicht um Asbest gehandelt hat. Es kann sich maximal um ein Stück Granit handeln, unser Bausachverständiger hat sich das sehr genau angeschaut. Und Eternit wird nur dann gesundheitsbedrohlich, wenn man es zerschneidet, dann sind spezielle Schutzmaßnahmen notwendig“.

Der zuständige Stadtrat Leo Lindebner, ÖVP, klärt auf: „Wir haben festgestellt, dass es sich um einen Splitter von der Eterniteindeckung von der Ruine des Föhrenhofes gehandelt hat. Der Teil einer Welleternittafel ist aber schon entsorgt.“ Die Baubehörde werde aber weiter ein Auge auf die Entwicklungen auf der Meiereiwiese haben.