Wir haben Platz-Protestcamp für Moria. Elisabeth Klatzer von #zusammenHaltNÖ organisiert am 6. und 7. März ein Wochenende für Flüchtlingsaufnahme aus Moria.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 04. März 2021 (05:34)
Der Schrannenplatz wird am 6. und 7. März von Protestcampern bevölkert werden.
Willy Kraus

Den Auftakt macht eine Demo am Samstag, 6. März um 15 Uhr und führt vom Josef-Deutsch-Platz (vor dem Museum) zum Schrannenplatz. Anschließend haben die Teilnehmer vor, am Schrannenplatz ein Protestcamp aufzuschlagen. Dieses soll bis Sonntag, 11 Uhr, dauern.

Elisabeth Klatzer, schon bei SOS Mitmensch engagiert, erklärt: „Am wichtigsten ist, dabei zu sein, auch, wenn es sich zeitlich nur für die Demo oder ein Vorbeischauen am Schrannenplatz ausgeht.“ Das Protestcamp steht unter dem Motto „WE4Moria“. Klatzner erläutert: „Damit schließen wir uns der wachsenden Bewegung für eine menschliche Asylpolitik und der solidarischen Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln und Bosnien an. Weiters setzen wir ein Zeichen gegen die menschenverachtende Asylpolitik.“ Auf einen gesetzeskonformen Ablauf des Protestcamps werde geachtet.

Elisabeth Klatzer betont: „Wir haben ein Interesse an einem guten Kontakt mit den Behörden und dass alles geordnet abläuft, daher wurde dieses Protestcamp auch als Kundgebung angemeldet und ich bin auch in direktem Kontakt mit den zuständigen Stellen. Wild entschlossen sind wir trotzdem, der menschenverachtenden Politik Paroli zu bieten. #WirhabenPlatz!“

Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, erklärt, dass für die Genehmigung des Camps die Bezirkshauptmannschaft zuständig sei. „Wenn man meint, auf dem Schrannenplatz übernachten zu möchten, kann man das im Rahmen der Versammlungsfreiheit tun. Nur an der Infrastruktur darf nichts beschädigt werden, aber ich gehe nicht davon aus, dass die Camper ihre Zelte mit einem Haken in den Schrannenplatz schlagen“, hält der Stadtchef fest.