Brunn sagt "Saustall" den Kampf an. Gemeinde setzt jetzt sogar Security bei Sammelinseln ein.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 17. Mai 2020 (05:46)
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Die 38 Müllinseln in Brunn sind seit jeher großes Thema in der Gemeindepolitik. Die derzeitige Ausnahmesituation gibt der Gemeindevertretung zusätzliche Denkaufgaben. Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, spricht besonders den Standort „Pöllangraben“ an: „Die abgelegene Lage dieser Sammelinsel verlockt geradezu, nicht vorgesehene Dinge wie Sperrmüll hier abzulagern.“

Zusätzlich appelliert er an die Bevölkerung, bei Überfüllung „doch in Betracht zu ziehen, lieber den nächsten Standort anzufahren, anstatt den Müll außerhalb der vorgesehenen Container zu entsorgen“.

ÖVP-Gemeinderat Martin Niegl hat als Ressort-Verantwortlicher (Infrastruktur) den „Pöllangraben“-Standort als Sofortmaßnahme durch einen Sicherheitsdienst überwachen lassen, wobei Aufklärungsarbeit im Vordergrund stand.

Weitere Maßnahmen sind schon in Ausarbeitung, an einem Gesamtpaket wird auf Hochdruck gearbeitet. „So wie es jetzt läuft, kann es auf keinen Fall weitergehen“, betont Niegl. Das große Ziel ist, das Abfallsammelzentrum (ASZ) „beliebter zu machen“. Dafür sollen die Öffnungszeiten evaluiert werden, eine Frequenzerhebung ist vorgesehen, auch über eine Personalaufstockung soll nachgedacht werden.