Münchendorf

Erstellt am 19. Januar 2017, 04:18

von Judith Jandrinitsch

Jahrhundertprojekt: Pläne liegen am Tisch. Bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen für Münchendorf zu planen und umzusetzen, ist eine Mammut-Aufgabe.

Zuversichtlich. Bürgermeister Josef Ehrenberger vor dem Plan, auf dem das geplante Retentionsbecken klar ersichtlich ist.  |  Judith Jandrinitsch

Es ist ein Thema, das Bürgermeister Josef Ehrenberger, SPÖ, schon seit Jahren in zahllosen Sitzungen gemeinsam mit dem Triesting-Wasserverband beschäftigt: Die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Triesting, welche die Gemeinden Oberwaltersdorf, Trumau und Münchendorf vor Überflutungen schützen sollen. Die Pläne für die baulichen Maßnahmen liegen schon seit über zwei Jahren fertig am Tisch, doch jetzt ist das Projekt in eine entscheidende Phase getreten.

Ehrenberger hält fest: „Wir versuchen, gerade Modelle zu entwickeln, um nicht jedes Grundstück kaufen oder mieten zu müssen. Dazu ist es wichtig, rechtlich haltbare Vorverträge mit den Grundstückseigentümern auszuarbeiten, zumindest im Bereich des geplanten Staubeckens.“ Denn erst, wenn die Grundstückseigentümer ein rechtlich abgesichertes „Ja“ bekunden, kann die Staubeckenkommission zusammentreten und das geplante Retentionsbecken, das im Fall des Falles zwei Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen soll, genehmigen.

Größter Grundeigentümer im Bereich des Staubeckens ist das Stift Heiligenkreuz, wichtig sind aber auch jene Grundeigentümer, die entlang der Zu- und Ablaufstrecke zwischen Staubecken und Triesting liegen. Ein gewisses Verständnis sei bei allen Grundeigentümern vorhanden. Die Kosten für Errichtung, Instandhaltung und den laufenden Betrieb des Hochwasserschutzes werden die Gemeinden über den Triesting-Wasserverband abwickeln. Als Basis zur Kostenaufteilung dient der geschätzte verhinderte Schaden im Falle eines Hochwassers.