Brunn/Gebirge: „Aktion scharf“ im Bahnhof. Pendler ärgern sich wegen der Situation in der Station Brunn-Maria Enzersdorf.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 22. Februar 2021 (04:34)
Die ÖBB wollen der mutwilligen Zerstörung Einhalt gebieten und verstärkt mit der Polizei zusammenarbeiten.
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Doris Schwander nutzt täglich die Bahn zu und von ihrem Arbeitsplatz. Was ihr schwer missfällt, ist die Situation am Bahnhof Brunn-Maria Enzersdorf, der „seit Monaten massiven Attacken und Zerstörungen durch Vandalen ausgesetzt ist“. Kürzlich wurde der Mistkübel angezündet, auch der Warteraum (Richtung Mödling) sehe entsprechend aus: „Das kaputte Glas wurde einmal durch einen Karton ersetzt, der dann erneut eingetreten wurde“, ärgert sich Schwander. Fakt sei, dass „die Bahnfahrer im Winter keinen angemessenen Warteraum haben“. Und es gibt auch kein Klo mehr, denn „wegen Corona hat das Café geschlossen“. Der Bahnhof wurde vor Jahren nach seiner Renovierung vom Land NÖ mit der „Goldenen Kelle“ ausgezeichnet. „Heute ist er ein Bild des puren Jammers.“

ÖBB-Pressesprecher Daniel Pinka hält es für „sehr bedauerlich, dass es immer wieder zu Sachbeschädigungen kommt. Uns entstehen so alljährlich hohe Kosten. Wir werden hier konsequent dagegen vorgehen. Als erste Maßnahmen haben wir sofort den Sicherheitsdienst für den Bahnhof verstärkt. Zusätzlich findet eine Vorortbegehung statt, um eine detaillierte Analyse vorzunehmen, um entsprechende Maßnahmen setzen zu können“.

Zudem werden ÖBB-Sicherheits-Mitarbeiter im Rahmen der Aktion „Gemeinsam Sicher“ auch mit der Polizei und der Gemeinde in Kontakt treten, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen.