Gießhübl: Ärger über Brief von Jugendgemeinderat. Nach der Hakenkreuz-Affäre auf der Kuhheide verschickte die Gemeinde einen Brief an Jugendliche.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 27. Oktober 2020 (03:23)
Auszug aus dem Brief, den Jugend-Gemeinderat Pascal Löffler verfasst hat.
privat

Vor rund zwei Wochen sorgten die auf dem Kunstrasen auf der Kuhheide eingebrannten Hakenkreuze für Aufregung. Seit Montag sind sie mit schwarzer Farbe übersprüht.

SP-Gemeinderat Hannes Weninger kritisiert: „Warum hat es so lange gedauert, bis da etwas passiert ist? Vor wenigen Tagen hat hier noch eine Kinderfußballmannschaft auf dem Rasen gespielt, während dort deutlich sichtbar noch die NS-Symbole zu sehen waren.“

Bürgermeister Helmut Kargl, ÖVP, betont: „Der Auftrag für die Beseitigung wurde vor mehr als zehn Tagen erteilt, die Firma war aber noch nicht da, nun habe ich am Montag dem Bauhof den Auftrag erteilt, die Symbole unkenntlich zu machen.“

Und noch eine andere Sache sorgt für Aufregung. Der Brief des Jugendgemeinderates an die Jugend der Gemeinde, der auf die rechtlichen Konsequenzen solcher Vandalen-Akte insbesondere im Zusammenhang mit Wiederbetätigung hinwies, wurde nicht von allen Eltern goutiert: „Damit kann ein Zehnjähriger nichts anfangen“, schüttelte ein Vater den Kopf:

Der Ortschef gibt ihnen durchaus recht: „Das war ein Fehler, dass der Brief auch an die 10- bis 13-Jährigen herausging, das tut mir leid.“

Allerdings habe es auch positive Rückmeldungen gegeben: „Andere Eltern sind den Brief mit ihren Kindern durchgegangen und haben ihnen die Sache erklärt.“