Caritas-Kritik an Asylunterkunfts-Schließung.

Update am 08. Juni 2018 (12:38)
Gottfried Waldhäusl
zVg

Nach dem Mord an einem Asylwerber in einer Betreuungsstätte in Maria Enzersdorf gibt es jetzt eine Reaktion des zuständige Landesrats Gottfried Waldhäusl, FPÖ: „Die Sicherheit der Bevölkerung hat für mich als zuständiges Regierungsmitglied absolute Priorität. Aufgrund wiederholter Vorfälle in der Asylunterkunft St. Gabriel sehe ich mich nunmehr gezwungen, umgehend über 100 Bewohner in anderen bestehenden Quartieren unterzubringen. Dort ist auch die notwendige 24-Stunden-Betreuung garantiert.“

Caritas übte Kritik an Maßnahme

Die Caritas übte am Freitag Kritik an der Maßnahme von Waldhäusl. Die Entscheidung wurde in einer Aussendung als "sehr besorgniserregend" bezeichnet. Zudem verweigere der Landesrat das persönliche Gespräch.

Die Sicherheit der Bevölkerung, der Bewohner und Mitarbeiter sei für die Caritas neben der optimalen Betreuung sehr wichtig. Nun sollen "die z.T. schwer kranken Bewohner des Hauses mit langer Tradition in der Flüchtlingshilfe offenbar in schlechter betreute Quartiere in Niederösterreich verlegt werden". Dabei handle es sich "bedauernswerter Weise und entgegen Ankündigungen von Landesrat Waldhäusl um keine Lösung im Sinne einer besseren Betreuung und höheren Sicherheit".

Die Caritas verwies in der Aussendung zudem auf die Volksanwaltschaft, die "schon vor geraumer Zeit festgestellt" habe, "dass es in der Flüchtlingshilfe im Allgemeinen und speziell auch in Niederösterreich zu wenig Personal und zu wenig psychiatrische Versorgung gibt. Das ist ein Problem, das in vielen Einrichtungen dieser Art beobachtet wird und in der Verantwortung des Landes Niederösterreich lag und liegt". Festgehalten wurde seitens der Caritas am Freitag auch, dass es "entgegen den Aussagen des Landesrates" schon seit Bestehen der Einrichtung in St. Gabriel eine 24-Stunden-Betreuung gebe

 


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