Trauer um Johanna Taschler in Biedermannsdorf

Erstellt am 21. Juni 2022 | 05:53
Lesezeit: 2 Min
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Oma Taschler mit 94 Jahren vor einem Gespräch mit der NÖN.
Foto: JJ
Beliebte Heurigenwirtin ist 96-jährig verstorben.
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Sie war eines der prägenden Originale von Biedermannsdorf: Johanna Taschler, als Heurigenwirtin engagiert in Pfarre und in der Gesellschaft, von 1970 bis 1975 im Gemeinderat tätig, legte sie auch großen Wert auf bäuerliche Traditionspflege.

Nach Johanna Taschler, die 1926 in Alland geboren wurde und am 1. Juli 1941 nach Biedermannsdorf kam, sind ein Weg und eine Glocke der Pfarrkirche benannt.

Bürgermeisterin Beatrix Dalos, ÖVP, hielt am 14. Juni die Grabrede und erinnerte dabei an ein Erlebnis, das sie nie vergessen wird. „Die Glocke wurde bei der Firma Grassmayer in Innsbruck in Auftrag gegeben, zum Glockenguss ist Omi Taschler das erste Mal geflogen.“ Ihre eigene Flugangst bekam die Bürgermeisterin gar nicht mit, „weil Omi die ganze Zeit von Schwechat bis Innsbruck und am Abend von Innsbruck bis Schwechat nur geredet hat. Man bedenke, man fliegt eine Stunde in eine Richtung.“ Am 15. Mai 2011 wurde die Glocke geweiht, auf das war Johanna Taschler sehr stolz.

Unermüdlich unterstützt hat sie auch das Projekt Blasmusik. „Omi war von Anfang an dabei. Sie war und wird auch immer unsere Ehrenobfrau bleiben“, betonte Dalos.

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