Ratten zu Gast. Badegäste erlebten am Kahrteich in Wiener Neudorf eine böse Überraschung. Eichkätzchen war eine Ratte.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. September 2018 (06:31)
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Der Wiener Neudorfer Kahrteich ist laut Eigendefinition der Gemeinde „ein Naturjuwel und ein Rückzugsort in einem sehr belebten Industriegebiet“. Das dachte sich auch ein Badegast, der ebendort ausspannen wollte. Zur Naturidylle tragen auch die zahlreichen Obstbäume bei. Dass leckere Fallobst wussten auch ungebetene Badegäste zu schätzen: Wanderratten. Der Badegast berichtet: „Erst dachte ich, ein Eichkätzchen, ach wie süß. Doch dann bin ich auf das Tier zugegangen und habe gesehen, dass es sich in Wahrheit um eine Ratte handelt. Und das am helllichten Tag“, ekelt sich der Badegast noch heute.

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf betont, dass das Gelände des Kahrteiches von einer beauftragten Schädlingsbekämpfungsfirma überwacht wird, inklusive der auf dem Gelände befindlichen Restaurants. Teichleiter Christian Luka erklärt: „Wir haben aufgrund dieses Ereignisses noch einmal die Firma Rentokil kontaktiert und ein zusätzliches Rattenmonitoring in Auftrag gegeben.“

 "Fallobst ist willkommene Abwechslung am Speiseplan"

 Dabei werden Boxen mit Giftköder aufgestellt, im Idealfall schnappt sich der Nager den Köder, der zeitverzögert wirkt, frisst ihn und verendet in seinem Bau. Der Bericht von Rentokil liegt bereits auf dem Tisch von Amtsleiter Peter Klumpp. „Es gibt nichts, was außergewöhnlich oder beunruhigend wäre.“

Das bestätigt auch die Schädlingsbekämpfungsfirma: „Ratten kommen in Industriezentren oder entlang von Gewässern durchaus vor. Ratten müssen täglich trinken, deshalb halten sie sich bevorzugt entlang von Flüssen auf. Fallobst ist eine willkommene Abwechslung am Speiseplan. Deshalb kann es sein, dass Zwischenbehandlungen an Gewässern notwendig sind.“