„Öffis“ bis vor die Haustüre im Bezirk Mödling

Regions-Anrufsammeltaxi (AST) startet in 17 von 20 Gemeinden. Achau, Laab im Walde und Gaaden sind nicht dabei.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:34
Lesezeit: 2 Min
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Start frei für die „Mobilregion Mödling“. Obmann der dafür gegründeten ARGE ist Thaddäus Heindl (3.v.l.), Stellvertreter Robert Weber (4.v.l.).
Foto: AST

Über 400 zusätzliche Haltepunkte wurden im Bezirk eingerichtet, welche gemeinsam mit den bestehenden rund 500 Öffi-Haltestellen ein dichtes Netz über den gesamten Bezirk spannen. Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko, ÖVP, begrüßte die „kleinräumige Mobilitätslösungen, die für mehr Flexibilität sorgt. Speziell gilt das aber auch für die letzte Meile von Zuhause zur Haltestelle und wieder zurück“.

Landtagsabgeordneter Martin Schuster, ÖVP, hält die Lösung auch in seiner Funktion als Obmann des „Regionalverbandes Industrieviertel“ für „die größte Verbesserung des Angebots an öffentlichem Verkehr, die es in der Region je gab“. Für Wolfgang Schromm, Geschäftsführer des „Verkehrsverbundes Ostregion“ (VOR) ist das Regions-AST Mödling „im Sinne eines funktionierenden Gesamtsystems von besonderer Bedeutung“.

Die Postbus AG hat die Ausschreibung gewonnen, die in Partnerschaft mit dem regionalen Taxiunternehmen Gasnarek aus Brunn am Gebirge für den Betrieb sorgen wird. Im Fahrzeugpool befinden sich auch ein Elektro- und ein Hybridfahrzeug.

Die Finanzierung erfolgt durch die Gemeinden mit Förderung des Landes NÖ, organisatorische und administrative Unterstützung gibt’s von NÖ Regional und dem Stadt-Umland-Management.

Für Bürgermeister Peter Klar, „Miteinander für Laab“, habe sich zum einen das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht gerechnet, zum anderen sieht er durch die Art des Taxisystems „den Individualverkehr gestärkt. Ich hätte mir zukunftsträchtigere Lösungen gewünscht“.

Ortschef Rainer Schramm, „Wir Gaadner“, hat „eigene Verträge mit einem Mödlinger Taxiunternehmen gemacht. Das kommt uns günstiger und auch die Bürger, die das Angebot in Anspruch nehmen. Senioren, Studenten und Zivildiener können mit der Taxi-Rechnung zur Gemeinde kommen und bekommen 6 Euro pro Fahrt erstattet.“ Auch für Achaus Bürgermeister Johannes Würstl, BLA, sind „die Grundkosten viel zu hoch, deshalb nehmen wir nicht teil.“

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