Erstellt am 24. März 2015, 09:27

von Christoph Dworak

Neuer Anlauf für den Gymnasium-Ausbau. FPÖ-Nationalrat Christian Höbart befasst Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ, mit dem Thema.

So würde man der Platznot im Gymnasium Perchtoldsdorf (links die Mittel- und Volksschule) Herr werden: Der Perchtoldsdorfer Architekt Hannes Toifel schlug bereits im Vorjahr eine Aufstockung vor. Was fehlt, sind die budgetären Mittel für den Ausbau.  |  NOEN, Foto: Hannes Toifel

Seit Jahren wird daran getüftelt, wie man die Platznot im Gymnasium lindern kann und der Ära der Containerklassen ein Ende setzen kann. Jetzt bringt sich auch die FPÖ in dieses Thema ein.

Perchtoldsdorfs FPÖ-Obmann Alexander Murlasits hat Rückendeckung von Bezirksobmann Christian Höbart bekommen, der in seiner Funktion als Nationalrat nunmehr eine parlamentarische Anfrage an die zuständige Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ, einbringt.

„Nun ist die Bildungsministerin aufgefordert, finanzielle Mittel lockerzumachen, um in den Ausbau der Schule zu investieren und den Schülerinnen und Schülern adäquate Unterrichtsräume zu Verfügung zu stellen“, meint Höbart: „Jugendliche in Container zu pferchen ist nicht der richtige Weg und bildungspolitisch eher bedenklich.“

FP-Ärger über Funkstille seit über einem Jahr 

Murlasits ärgert sich: Vor einem Jahr habe die Marktgemeinde dem Ministerium „konkrete Ausbaupläne vorgelegt, um mit der finanziellen Unterstützung des Bundes einen Ausbau des Schulgebäudes finanzieren zu können. Passiert ist bis dato nichts, finanzielle Unterstützung wurde auch keine zugesagt.“ Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, macht zwar deutlich, dass „es des Aufspringens der FPÖ auf den Zug nicht bedarf“, begrüßt aber „alles, was zur Bewegung in dieser Sache beiträgt“.

Die Gemeinde habe bereits ein fix-fertiges Projekt, das eine Aufstockung der Schule vorsieht, vorgelegt. Im Land sei man damit auf wenig – finanzielle – Gegenliebe gestoßen, der Ball liege eindeutig beim Bund.

„Vorfinanzieren können wir ein Projekt dieser Größenordnung leider als Gemeinde nicht“, bedauert Schuster: Ausbau inklusive dringend notwendiger Sanierung des Gebäudes kämen auf gut und gerne 12 Millionen Euro.