Essen wie Gott in Münchendorf. Französische, portugiesische, italienische und spanische Küchengenüsse werden im „Gaudium“ von Patrick Hopf überwiegen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 13. Februar 2021 (03:45)
Küchenchef Domenic Kreller (l.) und Restaurantleiter Patrick Hopf auf der Baustelle des „Gaudium“ im Triestingpark.
privat

Seit acht Jahren trägt sich der Maître und Somelier Patrick Hopf mit dem Gedanken, sein eigenes Restaurant zu führen. Als Christian Voithofer, Bauherr des neuen „Triestingpark“ in Münchendorf, ihn gefragt hat, „ob ich Interesse habe, mich mit einem eigenen Lokal einzumieten, habe ich nicht lange nachdenken müssen“, erzählt Hopf. Nachsatz: „Ich war sicher nicht der Einzige, der daran interessiert war.“

In der Gastro-Szene ist Hopf kein Unbekannter. Er war unter anderem Restaurantleiter und Sommelier von Wiener Hauben-Restaurants wie „Meinl am Graben“, „Zum Schwarzen Kameel“ oder dem „Dom Beisl“. Seit Juli des Vorjahres arbeitet Hopf an der Verwirklichung seines Lebenstraumes, den er mit „großer Demut und großem Respekt“ angeht. Jetzt will er gemeinsam mit Küchenchef Domenic Kreller mediterranes Flair an die Triesting holen.

Im Mittelpunkt steht aber der Gast, „bei mir soll sich jeder wohlfühlen, egal ober er einen Cappuccino trinkt oder ein Vier-Gänge-Menü isst“, sagt Hopf. Mit einer Lokaleröffnung rechnet er aufgrund der gegenwärtigen Bedingungen nicht vor Ostern.

Das bringe aber noch Zeit, um an gewissen Feinheiten zu feilen, wie dem selbst gebackenen Steinofenbrot, an dem Küchenchef Domenic Kreller schon zu Hause arbeitet.

Der Duft von frischem Brot im ganzen Lokal

„Wenn man zu mir ins Lokal kommt, dann soll es nach frischem Brot riechen. Das ist es, was den Gästen in Erinnerung bleiben soll“, betont Hopf. Doch auch auf Lokales hat er nicht vergessen. „Wir bevorzugen Zutaten von kleinen sowie unabhängigen Produzenten aus der unmittelbaren Thermenregion, die einiges zu bieten hat“, freut sich der Sommelier, der auch schon an seinem Weinsortiment arbeitet.

Der Sauerteig ist vom Küchenchef schon angesetzt.
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Trotz der edlen Tropfen aus Frankreich, Italien, Spanien und Portugal will Hopf auch Weinen aus Österreich „eine Bühne bieten“. Doch auch wer keinen Wein mag, ist im „Gaudium“ bestens aufgehoben, denn der gebürtige Bayer wird als Reminiszenz an seine Heimat bayrisches Bier aus der König Ludwig-Brauerei anbieten.

„Bier ist, was vielfach unterschätzt wird, auch ein hervorragender Aperitif“, meint Hopf. An das Restaurant angegliedert wird die sogenannte „Greißlerei“, in der eben die regionalen Schmankerln zu kaufen sein sollen, auch abseits der Markt üblichen Öffnungszeiten, die Greißlerei hat auch am Wochenende offen. Hopf will nicht nur den Münchendorfern und den Gästen, die aus Wien anreisen die mediterrane Küche schmackhaft machen, sondern sie auch am Wochenende mit einem ausgiebigen Frühstück verwöhnen. „Da darf man auch den ganzen Vormittag im Gaudium verbringen und darüber hinaus“, schmunzelt Hopf. Küchenchef Domenic Kreller lernte sein Handwerk in den 1990er-Jahren bei Plachutta in der Wollzeile und absolvierte anschließend die Zuckerbäckerlehre bei Demel.

Anfangs war er vom Gedanken, italienische Küche anzubieten, „nicht restlos begeistert. Da denkt jeder in erster Linie an Pizza, doch die italienische Küche ist ja viel mehr. Bei uns wird es aus dem Römertopf geschmorte Sachen geben und natürlich auch Fisch“, sagt der Küchenchef. Vor allem aus dem Gut Dornau, „wir haben in der Thermenregion aber auch Wild- und Geflügelproduzenten, da sind wir gut aufgestellt“, sagt Kreller.