Mödlings Ortschef Hintner: "Druck, nicht nachzulassen, ist sehr hoch"

Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, über die Zukunft der vielfach prämierten Stadt, was ihm abgeht und was noch zu tun ist.

Christoph Dworak
Christoph Dworak Erstellt am 14. Oktober 2021 | 05:33
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Bürgermeister Hans Stefan Hintner will sich auf den Lorbeeren der vielen Auszeichnungen nicht ausruhen: „Sie sind für uns Bestätigung der Arbeit, aber auch Auftrag.“
Foto: Dworak

„Goldener Igel“, „Sauberste Stadt“, Gold bei „Entente Florale“, Goldene, Silberne und Bronzene Rose bei „Blühendes NÖ“, Vereins-, familien-, baumfreundlichste Bezirksgemeinde, Mobilitätsgemeinde – und seit Kurzem auch „Baukultur-Preis“-Trägerin. Was lässt sich in Mödling noch verbessern?

„Ich habe bei meinem Amtsantritt vor fast genau 18 Jahren eine neue Gründerzeit ausgerufen. Und wie man sieht, ist es dank der Anstrengung aller positiven Kräfte gelungen, Mödling in vielen Bereichen auf höchstes Niveau zu heben“, freut sich Stadtchef Hans Stefan Hintner, ÖVP. Unzählige unabhängige Jurymitglieder hätten in den diversen Wettbewerben ihr eindeutiges Urteil gefällt, dass „für uns Bestätigung, Anerkennung, aber auch Auftrag ist“, betonte Hintner. „Der Druck, nicht nachzulassen, ist sehr hoch.“

Nach wie vor seien „viele Projekte in der Pipeline, deren Umsetzung ist aber aus budgetären Gründen in Corona-Zeiten ungewiss“, merkt der Bürgermeister an. Vorerst gelte der Sanierung des Stadtbades das Hauptaugenmerk: „Das Engagement des neuen Leiters Mehmed Alajbeg und seinem Team ist sehr erfreulich.“ Auch die Vision von einem „Haus der Kultur“ habe Hintner „nicht aufgegeben. Ob es uns in der Brühler Straße 21 gelingen wird, wird sich demnächst weisen“.

Projekte für Vorderbrühl, Neusiedler Viertel

Ebenfalls auf der bürgermeisterlichen To-do-Liste stehen Gespräche mit der Bundesimmobiliengesellschaft über die Nachnutzung des ehemaligen Asylheimes in der Jägerhausgasse – „Ich würde mir dort Wohnungen und eine Art Kommunikationszentrum für die Vorderbrühl inklusive Café wünschen“.

Gestellt sind die Weichen für den Bauteil III im Neusiedler Viertel inklusive neuer Kindergarten und Supermarkt gegenüber der HTL: „Damit sind wir eine der wenigen Gemeinden, in denen man – wo auch immer – innerhalb von zehn Minuten einen Nahversorger zu Fuß erreichen kann.“

Mit nach wie vor kritischen Stimmen kann Hintner umgehen: „Seien wir uns ehrlich: Das ist Unzufriedenheit auf hohem Niveau.“