„Bin und bleibe der Michael Kanyka“. Michael Kanyka (48), Solo-Gemeinderat der gleichnamigen Bürgerliste, will nirgendwo anders anheuern.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 23. Juli 2014 (07:36)
NOEN, Dworak
Michael Kanyka gehört seit 2005 dem Mödlinger Gemeinderat an: Von 2005 bis 2008 für die SPÖ, von 2008 bis 2010 als „wilder“ Abgeordneter, seit 2010 für die „Bürgerliste Michael Kanyka“.Dworak

NÖN: Wie zufrieden sind Sie mit Ihren ersten vier Jahren als Solo-Gemeinderat der Bürgerliste Michael Kanyka?
Michael Kanyka: Mit nur einem Mandat ist es natürlich schwer, groß aufzuzeigen. Ich habe mich aber immer wieder eingebracht, etwa beim Thema Gendarmeriezentralschule oder wenn es darum gegangen ist, an Details beim Hauptstraßenumbau zu feilen. Natürlich ist mir als Obmann des SC Mödling auch der Sport ein großes Anliegen.

Wie motiviert sind Sie, als – de facto – Einzelkämpfer noch einmal zu kandidieren? Die nächsten Gemeinderatswahlen sollen voraussichtlich am 15. März 2015 stattfinden.
Ich bin gerne bereit, wieder zu kandidieren. Wenn es solche Personen wie mich nicht geben würde, hätten wir nur noch Großparteien. Ich denke es ist wichtig, dass sich Bürgerlisten einbringen. Denn ich bin für die Bürger da, nicht für eine Partei.

Intentionen, dass Sie wieder zu ihrer „Mutter-Partei“, der SPÖ, zurückkehren, gibt es also nicht?
Weder Intentionen, geschweige denn Gespräche. Was es sehr wohl gibt, ist aber die Zusammenarbeit bei bestimmten Themen. Aber nicht nur mit der SPÖ. Es wäre auch nicht der richtige Weg, zurück zur SPÖ zu gehen. Denn viele Leute haben mich als Michael Kanyka gewählt.
 

"Ich habe zu den NEOS weder Bezug, noch das Verlangen, wo anders tätig zu werden."


Dass Sie etwa bei NEOS anheuern, die auf Personalsuche sind, kommt nicht infrage?
Ich habe zu den NEOS weder Bezug, noch das Verlangen, wo anders tätig zu werden. Ich bin der Michael Kanyka und bleibe der Michael Kanyka.

Es wird also wieder eine Bürgerliste Michael Kanyka geben, die man am 15. März ankreuzen kann?
Ich gehe davon aus. Und wenn die Mödlingerinnen und Mödlinger haben wollen, dass wir noch stärken werden – wir sind bereit dazu.

Wie schwer tun Sie sich, um ein Team auf die Beine zu stellen?
Überhaupt nicht. Würde ich für jeden der aktuell 12 Mitstreiter meiner Bürgerliste ein Mandat erhalten, wäre ich auf Anhieb zweitstärkste Partei in Mödling. Was unser Manko ist, ist das fehlende Budget, um noch bekannter zu werden. Grundsätzlich finanziere ich die Bürgerliste mit meiner Aufwandsentschädigung als Gemeinderat und privatem Geld.
 

"Leistbares Wohnen für die Jugend hat bei mir oberste Priorität."


Sollte es mit dem Einzug in den Gemeinderat wieder klappen, welche Ziele hätten Sie?
Leistbares Wohnen für die Jugend hat bei mir oberste Priorität. Da erhoffe ich mir vom Projekt Gendarmeriezentralschule doch einiges. Und natürlich wird Sport weiterhin ein Schwerpunkt bleiben. Jugend soll weg vom Computer und hin zum Sport bewegt werden.