FF Mödling: Einsatzstark durch drei „Feuerwehren“. Die freiwilligen Kräfte der FF Mödling agieren in Corona-Zeiten nach einem eigenen Plan.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 27. März 2020 (05:59)
Shutterstock/Flugklick

Brandrat Peter Lichtenöcker, Kommandant der FF Mödling, gehört aktuell auch dem Krisenstab der Gemeinde an, der darauf achtet, dass „die Infrastruktur gesichert ist. Ich stehe unterstützend zur Seite“, berichtet Lichtenöcker im NÖN-Gespräch. Erfahrungen aus diversen Groß-Einsätzen im Rahmen des Feuerwehrwesens zählen in Zeiten wie diesen besonders.

Auch die Einsatzstärke der FF Mödling sei nach wie vor gegeben, betonte Lichtenöcker. Wenngleich auf andere Art und Weise als sonst üblich: Das Feuerwehrhaus ist für jegliche nicht aus dem Einsatzdienst resultierenden Tätigkeiten gesperrt. Der Aufenthalt ist ausschließlich dem diensthabenden Disponenten in der Einsatzzentrale (dort gehen die Anrufe aus dem gesamten Bezirk ein) sowie dem Kommando gestattet.

Michael Pleininger, Dienstführender der Bezirksalarmzentrale, ist hinter einer Glaswand abgeschottet. Der Dienst dauert nun 24 statt 12 Stunden.
NOEN

Entsprechend der Größe der Einsätze stehen eine „Sonderbereitschaft“ und zwei „kleine eigenständige Feuerwehren“ parat. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, rücken die Feuerwehrmitglieder der drei Gruppen in nächster Zeit nie auf einmal aus, erklärt Lichtenöcker.

Auf die Sicherheit wird größter Wert gelegt: Bei Einsätzen in Altersheimen oder Bereichen, wo sich Personen mit erhöhtem Risiko aufhalten, sind Mundschutzmasken Pflicht, beim Umziehen müssen „zwei Spinde Abstand gehalten werden“, nach dem Einrücken sind vor allem Fahrzeuge, Türschnallen, Schutzausrüstung zu reinigen. Jeden Tag gibt es zumindest eine Video-Konferenz innerhalb der Kommandos, die Disponenten der Einsatzzentrale versehen 24-Stunden-Dienst (statt 12), sitzen hinter einer Glaswand und kommen mit den Kollegen bei der Ablöse nicht in Berührung.

Videokonferenzen stehen auch bei der Feuerwehr auf der Tagesordnung, wie Kommandant Peter Lichtenöcker berichtet.
Lichtenöcker

Es sei zu spüren, dass die Anzahl der Ausrückungen deutlich geringer als sonst ist, merkte Lichtenöcker an. Vor allem, was die (Brandmelde-)Alarmauslösungen bei Unternehmen betrifft. Die gute Nachricht: „Unsere Feuerwehr funktioniert.“