Corona-Hotspot in Hennersdorf. Die Gemeinde mit ihren 1.500 Einwohnern steht seit einigen Tagen im Zentrum der regionalen Corona-Krise. Mit Stand Sonntagabend gab es 14 bestätigte Infektionen, darunter auch Bürgermeister Ferdinand Hausenberger, ÖVP. In der Zwischenzeit hat Vizebürgermeister Thaddäus Heindl, ÖVP, einen Großteil der täglichen Amtsgeschäfte übernommen.

Von Red. Mödling. Erstellt am 27. Oktober 2020 (17:59)
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"Große Sorge bereitet uns zur Zeit die Lage im Kindergarten, wo mittlerweile drei Mitarbeiter positiv getestet wurden“, berichtet Heindl. Da weder vom Land noch von der Gemeinde ausreichend Personal bereitgestellt werden kann, muss der Kindergarten daher bis 2. November geschlossen bleiben. Auch im Gemeindeamt wurde eine Person positiv getestet, Heindl versichert aber, dass der Betrieb und Parteienverkehr „entsprechend den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aufrechterhalten bleiben“. 

Die Situation in Hennersdorf zeigt einmal mehr, wie schnell sich die Dynamik eines Infektionsgeschehens verändern kann. Für Heindl war es wichtig, die Bevölkerung möglichst bald über die laufende Situation aufzuklären. „Wir müssen so transparent wie möglich agieren und reagieren, und gleichzeitig den persönlichen Datenschutz aller Betroffenen beachten.“ 

Das Gemeindeleben in Hennersdorf stehe schon seit einigen Wochen still, betonte Heindl, dennoch kam es zu einer unübersichtlichen Ansteckungskette. "Hier wird deutlich, dass private Treffen und das Zusammensein in Haushalten die Infektionszahlen antreiben". Aufgrund der aktuellen Situation hofft der Vizebürgermeister: „Clusterbildungen wie bei uns können auch wieder zu einer stärkeren Sensibilisierung in der Bevölkerung beitragen. Wir müssen Acht geben, damit solche Situationen nicht außer Kontrolle geraten.“