64-Jährige um fünfstelligen Betrag betrogen. Anrufer gab sich als Polizist aus und behauptete, dass Tochter in Haft genommen werden, wenn Geld nicht übergeben wird.Polizei bittet um Hinweise

Von NÖNat Online-Team. Erstellt am 17. April 2019 (09:49)
LLandespolizeidirektion Niederösterreich

Eine 64-Jährige aus dem Bezirk Mödling wurde am 15. April gegen 13.30 Uhr durch einen bislang unbekannten männlichen Täter kontaktiert. Dieser soll sich während des mehrstündigen Telefonates als Polizist ausgegeben und das Opfer überzeugt haben, dass dessen Tochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden und schuld an diesem sei. Es müsse ein mittlerer fünfstelliger Eurobetrag geleistet werden, da die Tochter sonst in Haft genommen werde.

In weiterer Folge habe der Täter dem Opfer Druck gemacht und die Frau zur Behebung des Geldbetrages gebracht. Anschließend übergab sie das Geld im Ortsgebiet von Perchtoldsdorf an eine unbekannte Täterin. Diese war zirka 25-35 Jahre alt und sprach Deutsch mit einem ausländischen Dialekt. Der männliche unbekannte Täter hielt das Gespräch über den ganzen Zeitraum aufrecht, sodass die 64-Jährige erst nach Übergabe des Geldes und Beendigung des Telefonates mit ihrer Tochter Kontakt aufnehmen und den Betrug erkennen konnte.

Hinweise werden an die Polizeiinspektion Maria Enzersdorf unter der Nummer 059133-3339100 erbeten.

Die Landespolizeidirektion Niederösterreich warnt ausdrücklich vor solchen Anrufen:

  • Warnen Sie Angehörige vor diesen dreisten Tätern und sprechen Sie im Bekanntenkreis über  diese Vorfälle!
  • Die Polizei wird niemals um Geldbeträge am Telefon bitten!
  • Die Polizei kommt niemals nach Hause um Geld oder Wertgegenstände von Angehörigen zu holen, schon gar nicht durch „Mittelsmänner“.
  • Geben Sie niemals vertrauliche Informationen - insbesondere über persönliche und finanzielle Verhältnisse - an Unbekannte weiter, auch wenn Sie behaupten von offiziellen Stellen zu sein.
  • Melden Sie verdächtige Vorfälle der nächsten Polizeidienststelle unter der Telefonnummer 059 133.
  • Ausführliche Informationen und weitere Tipps zu den Betrugsarten unter: https://www.bundeskriminalamt.at/202/Betrug_verhindern/start.aspx?fbclid=IwAR3wHSncVzfLilPeoT9WV9t-YqwlBNZqlx4GTtm7xo6yVm7tq9PTKFQ2nZU