7. Vespa-Treffen: Ausfahrt für „Meilensteine“. Die Tour am 13. Juni gilt der Unterstützung des „Lungenhochdruck“-Vereins.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:46)
Monika Tschida (PH Austria), Andreas Gwozdz (Vespatreffen), Eva Otter (PH Austria), Sabine Kerschner (Vespatreffen) und Heinz Steiner (Vespatreffen).
Dworak

Vier Vespa-Fans wollten einfach nur drauf losfahren, grillen und Spaß haben. 140 Personen schlossen sich der Ausfahrt an, das erste – eigentlich noch nicht geplante – Vespa-Treffen war geboren.

Mittlerweile wird an der 7. derartigen Veranstaltung gefeilt, die am Samstag, 13. Juni unter dem Motto „Lungenkinder & Meilensteine“ über die Bühne gehen wird. Für Initiator und Organisator Andreas Gwozdz war bereits im zweiten Jahr „wichtig, dass unsere Ausfahrt und der karitative Hintergrund ein Gesicht bekommen“. Damals besuchte man die „Dorfgemeinschaft Breitenfurt“. Noch mehr: „Wir wollen auch erreichen, dass den jeweiligen Vereinen Aufmerksamkeit geschenkt wird“, ergänzte Gwozdz.

Im Vorjahr standen „Kinder mit Angelman-Syndrom im Mittelpunkt, heuer hat die Unterstützung des Vereines „Pulmonale Hypertonie – Initiative Lungenhochdruck“ Priorität. Und exakt am Samstag, 29. Februar, dem „Tag der seltenen Erkrankungen“, wird es im „Alexander“ am Marktplatz um 18.30 Uhr die Release-Party geben.

Freier Eintritt bei Release-Party

Der Eintritt ist frei, im Zuge der Veranstaltung können teilnehmende Rollerfahrerinnen und -fahrer aus den vorhandenen Startnummern ihre Lieblingsnummer auswählen, zudem wird die Startnummer 1 zugunsten der Lungenkinder versteigert. Die Teilnehmerzahl ist erneut mit 500 begrenzt. Mehr sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich, erklärte Gwozdz, das (Ausflugs-)Ziel der noch geheim gehaltenen Tour sei sonst überfordert.

Den Abschluss der Ausfahrt bildet der gemütliche Teil am Marktplatz, wo eine Liveband aufspielen wird. Um wen es sich handelt, konnte Gwozdz noch nicht sagen, die Verhandlungen laufen. Fix ist, dass die Perchtoldsdorfer „Zug nach Wien“ als Vorband für Stimmung sorgen werden.

Wer einen der Startplätze ergattert, muss heuer 35 statt wie bisher 29 Euro berappen, 10 Euro davon gehen direkt an den PH-Verein. Auch dank der Sponsoren sei alles in allem mit etwa 10.000 Euro zu rechnen, gibt sich Gwozdz zuversichtlich.

Nachhaltigkeit wird immer mehr Thema

Man wolle heuer verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen: „Wir haben die kritischen Anmerkungen im Vorjahr, dass wir mit unserer Tour die Luft im Wienerwald verpesten, ernst genommen, wir schauen nicht hochnäsig darüber hinweg“, machte Gwozdz deutlich. „Wir verzichten auf Flyer und Plakate, es wird kein Einweggeschirr geben. Und statt der Transparente auf der Bühne greifen wir auf eine LED-Leinwand zurück, auf der wir auch die Tour übertragen werden“, verrät Gwozdz.

Die gute, organisatorische Seele am Marktplatz ist Sabine Kerschner, für die Bewilligungen, Safety und Streckenführung zeichnet in bewährter Weise Heinz Steiner verantwortlich.

Eva Otter, Obfrau des Vereins, sagte im Namen der österreichweit etwa 700 Betroffenen „herzlich Danke, dass wir auserwählt wurden“. Sie wurde 2003 mit der Diagnose der seltenen, noch unheilbaren Krankheit konfrontiert und sie betont: „Jeder Atemzug schmerzt. Aber man ist immer noch der gleiche Mensch, der in der Gesellschaft leben möchte.“