Ärger über Zähler-Ablesen ohne Maske. EVN-Mitarbeiter war nach Missgeschick ohne Mund-Nasen-Schutz in Perchtoldsdorf unterwegs.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:23)
Symbolbild
APA (dpa/Archiv)

Es war am frühen Nachmittag, als „ein Mitarbeiter der EVN bei uns angeläutet hat, um den Gaszähler abzulesen. Ich wurde davon nicht verständigt“, ärgert sich Johann Deutsch. Der Mann musste durch die Wohnung in den Keller zum Gaszähler gehen – ablesen und wieder retour. „Ich war so perplex, dass jemand von der EVN kommt, da wir immer die Zähler selbst ablesen, dass mir nicht auffiel, dass er ohne Maske war.“

Ein Anruf bestätigte, dass EVN-Mitarbeiter unterwegs sind. Auf den Einwand, warum er keine Maske trug, „bekam ich zur Antwort, ich hätte ihn ja nicht hereinlassen müssen. Ich finde das in der derzeitigen Zeit sehr nachlässig bzw. gemeingefährlich“.

EVN-Konzernsprecher Stefan Zach sucht nach Schilderung des Sachverhalts im NÖN-Gespräch erst gar keine Ausreden: „Die Kundenbeschwerde ist berechtigt, ich möchte mich für unsere Fehler entschuldigen.“ Alle EVN-Mitarbeitenden seien im Kundenkontakt zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes angehalten, „vor allem bei Hausbesuchen. Auch wenn es nur um das kurze Ablesen eines Zählers geht“.

Dem betroffenen Kollegen sei beim Anlegen der Maske „ein Gummizug gerissen, er hatte keine zweite Maske dabei. Er hat sich auch dafür persönlich beim Kunden entschuldigt“, erklärt Zach. Zudem hätte „unsere telefonische Auskunft an den Kunden zu diesem Vorfall auch freundlicher ausfallen können. Wir versuchen, aus Fehlern zu lernen und uns zu verbessern. Das werden wir auch hier machen“.