Ärger um Umwidmungpläne im Gemeinderat. SPÖ und Bürgerliste ärgern sich über so manche Korrekturen im Bebauungsplan. Beschlossen wird aber noch nichts.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 09. Dezember 2017 (05:32)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
Khongtham/Shutterstock.com

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung (6. Dezember) gehen bei der Opposition die Wogen hoch: „Für manche Bebauungsplanänderungen gilt wohl – ,Sie wünschen, wir spielen’“, ärgert sich SPÖ-Mandatar Anton Plessl. Unter anderem soll der Verkauf „eines Kleinwohnhauses mit zwei weiteren Wohnungen“ durch einen Perchtoldsdorfer Immobilienmakler ermöglicht werden, indem „für ein einziges Grundstück die Beschränkung für die Errichtung von nur zwei Wohnungen aufgehoben wird“, erklärt Plessl.

Oder: Für die Hofer-Filiale in der Brunner Gasse (Eröffnung war in der Vorwoche) wird die Bebauungsdichte von 25 auf 35 Prozent erhöht. „Etwas, was sich mancher Grundbesitzer, der sein Haus für seine Kinder etwas erweitern möchte, auch wünschen würde. Noch dazu sind viele aus der Brunner Gasse auch deshalb sauer, weil vor Jahren die Bebauungsdichte von 60 auf 25 Prozent verringert wurde“, merkt Plessl an.

Nicht zuletzt fürchtet der SPÖ-Mann, dass die „Wiener Gasse zur Straßenschlucht wird. Für drei Grundstücke, die zum überwiegenden Teil nicht bewohnt sind, soll die Errichtung eines ersten Stockes und eines Dachausbaus zusätzlich ermöglicht werden“.

Wladyka gegen eine Aufhebung

In Gabriele Wladyka von der Bürgerliste hat Plessl vor allem beim Thema „Wiener Gasse“ eine Mitstreiterin, die sich gegen die Aufhebung des „Erhaltungswürdigen Altortgebiets“ im Bereich Wienergasse 62 bis 70 sträubt. Sie glaubt, den Grund für die Änderung zu kennen: „Die Grundstückbesitzer wollen einen höheren Verkaufswert erzielen und die Einschränkungen durch die Bebauungsvorschriften für den Altort weghaben.“

Baureferent Jan Cernelic, ÖVP, ist verwundert: „Jeder Bürger hatte die Chance, Anregungen einzubringen. Die werden nun im Auflageverfahren beraten. Von einer Beschlussfassung in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch kann keine Rede sein.“