Hohe Auszeichnung für Heinz Becker. Die „Marietta und Friedrich Torberg“-Medaille der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien wird an Persönlichkeiten und Initiativen verliehen, die gegen Antisemitismus, Rassismus und den Nationalsozialismus auftreten.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 23. November 2018 (06:39)
Dworak
Heinz Becker, Karoline Edtstadler und Oskar Deutsch (v.l.).

Am Donnerstagabend trug sich der Perchtoldsdorfer VP-EU-Abgeordnete Heinz Becker (68) in die Ehrentafel ein. „Er kämpft mit ganzem Herzen gegen den Antisemitismus. Mit Geduld und Beharrlichkeit“, fand niemand Geringerer als Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, lobende Worte über das Engagement Beckers. Der Perchtoldsdorfer, auch Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, leiste seit Jahren diesbezüglich „hervorragende Arbeit“.

Was dazu führte, dass Becker einstimmig vorgeschlagen und mit der „Marietta und Friedrich Torberg“-Medaille ausgezeichnet wurde. Israels Botschafterin in Österreich, Talya Lador-Fresher,  weiß, dass „wir viele Freunde haben. Manchmal sind sie aber scheu und stumm. Sie sind da ganz anders, lieber Herr Becker.“ Als Laudatorin fungierte Raya Kalenova vom „European Jewish Congress“: „Heinz hat immer zwei offene Ohren für uns. Er unterstützt uns im EU-Parlament, das ist ein Zeichen wahrer Freundschaft.“

Becker, seit 2011 EU-Abgeordneter, machte im Zuge des Festakts einmal mehr deutlich, warum er sich auch auf europäischer Ebene derart für das Thema einsetzt. „Ich will den Bürgerinnen und Bürgern das dunkelste Kapitel der Geschichte bewusst machen. Man darf niemals das Vergessen erlauben.“

Die Ehrung sei für ihn „ein persönlicher Auftrag, nicht zu ruhen, bis ein Traum wahr wird: dass die Juden in vollkommener Normalität mit uns leben können.“ Unter anderem gratulierten Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol, Staatssekretärin Karoline Edtstadler sowie Beckers EU-Abgeordnete-Kollegen Othmar Karas und Lukas Mandl.