Neugestaltung Marktplatz: "Überhaupt nichts fix“. Vizebürgermeisterin Brigitte Sommerbauer dementiert, dass schon eine (Gestaltungs-)Entscheidung gefallen ist.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 09. Juni 2017 (04:27)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Brigitte Sommerbauer, VP, betont: „Noch nichts fix.“
Gemeinde

„Es ist überhaupt noch nichts fix“, macht Vizebürgermeisterin Brigitte Sommerbauer, auch Obfrau des örtlichen Wirtschaftsbundes, deutlich. Eine Begegnungszone am Marktplatz zwischen Wiener Gasse und Elisabethstraße sei zwar ein Vorschlag, der aus der nunmehr vorliegenden Machbarkeitsstudie – die NÖN berichteten in der Vorwoche – hervorgegangen ist, „aber keinesfalls schon beschlossene Sache“.

Allen – den Gemeindeverantwortlichen, Wirtschaftstreibenden und Hauseigentümern – sei klar, dass der Marktplatz verkehrssicherer gemacht werden soll. Und dass man durch die Oberflächengestaltung „dem herrlichen Ambiente den Teppich bereiten will“, stimmt Sommerbauer mit Verkehrsplaner Gerhard Nestler überein. Was aber fast allen im Magen liegt, ist der laut Machbarkeitsstudie prognostizierte Verlust von bis zu 20 Parkplätzen bei entsprechender Gestaltung der Begegnungszone.

"Von einem Beschluss sind wir noch weit entfernt"

„Da sind wir noch lange nicht am Ende der Diskussion“, betont Sommerbauer. Immerhin „braucht der Ortskern den Handel und nicht umgekehrt. Wir wollen, wenn überhaupt, möglichst wenige Parkplätze einbüßen, denn wir brauchen sie, um die Fluktuation gewährleisten zu können“.

In der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause werde auch nicht über die Begegnungszone, sondern über ein Ja oder Nein zum Gestaltungswettbewerb abgestimmt, beruhigt Sommerbauer. „Von einem definitiven Beschluss über die Zukunft des Marktplatzes sind wir noch weit entfernt.“

Das Ergebnis der Online-Umfrage auf nön.at spricht eine deutliche Sprache: Nur 14,6 Prozent der Teilnehmer halten eine Begegnungszone am Marktplatz für eine gute Lösung. 85,4 Prozent sind dagegen.