Weg frei für die erste Orts-Chefin. Andrea Kö (57) wird von der Volkspartei als Nr. 1 nominiert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Juni 2021 (04:38)
Andrea Kö stellt sich am 23. Juni der Wahl und wird erste Bürgermeisterin in Perchtoldsdorf werden.
Monihart, Monihart

Nach der Gemeinderats-Nachwahl im Juni brodelte die Gerüchteküche bereits: Langzeitbürgermeister Martin Schuster soll nach dem Verlust von fünf Mandaten und der absoluten Mehrheit vor dem Aus gestanden sein. Der Name Andrea Kö kam schon damals ins Spiel. Jetzt ist es für die 57-Jährige tatsächlich so weit. Die Mutter von drei Kindern und vierfache Oma, stellt sich am 23. Juni der Wahl zur ersten Bürgermeisterin in Perchtoldsdorf.

Dass sie der Aufgabe gewachsen ist, steht für Kö außer Zweifel: „Ich bin seit 2001 politisch aktiv, sowohl bei den ÖVP Frauen als auch im ÖAAB.“ Und seit 2005 weiß sie, was im Gemeinderat Sache ist, seit 2012 ist sie geschäftsführende Gemeinderätin. Vorerst zuständig fürs „Sozial- und Gesundheitsreferat“, dann fürs „Baureferat“ und aktuell für das Mega-Ressort „Raumordnung und Ortsentwicklung, kommunaler Hochbau, Liegenschaftsangelegenheiten, Wasser(werk), GIS, Gesundheit, Fairtrade, Europafragen“.

In die Politik ist sie dereinst „durch den Elternverein gekommen. Das gemeinsame Tun und die Verbindung zur Kommunalpolitik waren der Grundstein für mein mittlerweile 20 Jahre politisches Engagement“. Als Familienreferentin sei es ihr gelungen, „gemeinsam mit vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern das Soziale Leitbild für Perchtoldsdorf zu erstellen“ und Auszeichnung zur „Familienfreundlichen Gemeinde“, „Fairtradegemeinde“ und „Gesunden Gemeinde“ zu initiieren. Zuletzt sei es ihr „als Baureferentin gemeinsam mit allen Fraktionen gelungen, das örtliche Raumordnungsprogramm und die Bebauungsvorschriften zu evaluieren“.

Überregional engagiert sich Kö bei „Wir Niederösterreicherinnen“, seit 2014 sogar als stellvertretende Landesleiterin. „Mein Ziel ist, Frauen Mut zu machen, sich politisch zu engagieren, ihre Ideen einzubringen, um damit auch etwas bewegen zu können.“ Seit 2017 ist Kö zudem stellvertretenden Landesparteiobfrau der ÖVP.

Auch als – designierte – Bürgermeisterin steht für sie „das Gemeinsame im Vordergrund. Selbstverständlich ist es wichtig, seine Positionen zu vertreten, allerdings immer mit Respekt und Wertschätzung“. All das getreu dem Aristoteles-Motto: „Du kannst den Wind nicht ändern, aber du kannst die Segel anders setzen.“