Pottendorfer Linie: Zu laut für Ausbau. REGION LAXENBURG / Verwaltungsgerichtshof hob UVP-Genehmigung für Ausbau zwischen Wien und Wr. Neustadt wieder auf.

Von Bernhard Garaus. Erstellt am 09. Januar 2014 (23:59)
Von Bernhard Garaus

Der zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie kommt erneut ins Stocken. Während Münchendorfs Bürgermeister Josef Ehrenberger, SPÖ, in der vergangenen Gemeinderatssitzung noch berichtete, dass derzeit bei Sondierungsmaßnahmen im Gemeindegebiet von der ÖBB der Untergrund kontrolliert werde, wurde jetzt die Genehmigung der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben.

In Münchendorf und Achau Grenzwerte überschritten

Der Grund dafür seien Gebäude in den Gemeinden Münchendorf und Achau, in denen die Grenzwerte für den Schienenverkehrslärm überschritten würden. Medizinische Sachverständige empfahlen allen Wohnanrainern, bei denen in der Betriebsphase – trotz bahnseitiger Maßnahmen - vor der Fassade von Schlafräumen Schallpegelspitzen von 70 Dezibel und darüber zu erwarten sind, den kostenlosen Einbau von Schallschutzfenstern anzubieten. Ehrenberger wusste zwar nicht, welche Gebäude in Münchendorf gemeint sein könnten, freut sich aber über die Entscheidung: „Wenn es zu einer Verschärfung der Auflagen kommt, dann bekommen auch in Münchendorf einige Anrainer einen noch besseren Lärmschutz.“

Die ÖBB wiederum rechnen mit keinen großen Auswirkungen für die Weiterführung des zweigleisigen Bahnausbauprojektes der Pottendorfer Linie. Die neuen Erkenntnisse, dass den Anrainern entlang der Bahnstrecke im betroffenen Abschnitt Schallschutzfenster angeboten werden müssten, nehme man in das laufende Projekt auf.