Züge fahren ab Montag wieder. Pünktlich zum Schulbeginn am 2. September ist ein weiterer großer Meilenstein für den zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie geschafft. Nach der zweimonatigen Sommersperre sind die Züge auf der Strecke zwischen Hennersdorf und Ebreichsdorf ab Montag wieder unterwegs. Für AnrainerInnen und Fahrgäste werden weitere Verbesserungen spürbar.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 29. August 2019 (13:09)
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ÖBB Wolfgang Werner

Pünktlich zum Schulbeginn am 2. September ist ein weiterer großer Meilenstein für den zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie geschafft. Nach der zweimonatigen Sommersperre sind die Züge auf der Strecke zwischen Hennersdorf und Ebreichsdorf ab Montag wieder unterwegs. Für AnrainerInnen und Fahrgäste werden weitere Verbesserungen spürbar.

Umgesetzte Baumaßnahmen während der Sommersperre

Die Sperre im Sommer wurde für zahlreiche Bauschritte genutzt, die während eines regulären Zugbetriebes nur schwer umzusetzen gewesen wären.

Die Lärmschutzwände in Achau sind weitestgehend fertiggestellt. Für die Bevölkerung vor Ort gab es in Münchendorf bereits ab Mitte Juni durch die Inbetriebnahme der Unterführung der L2005 massive Erleichterungen. Die Unterführung der B11 in Achau konnte mit Anfang Juli für den Verkehr freigegeben werden, wodurch diverse Umleitungen für den Straßenverkehr nun entfallen. In Münchendorf laufen die Arbeiten zur Fertigstellung der Unterführung Himberger Straße auf Hochtouren. Sie wird voraussichtlich im Oktober fertig sein. Die Querung über die Triesting ist bereits fertiggestellt. Im August wurde das zweite Tragwerk über den Fluss eingeschoben. Mit dem Einschub der Triestingbrücke, einem Stahltragwerk mit einem Gewicht von 380 Tonnen, einer Länge von 62,4 Metern, einer Breite von 8,25 Metern und einer Höhe von 6,6 Metern, wurde ein weiterer wichtiger Mosaikstein im Ausbau der Pottendorfer Linie gesetzt. In nur zwei Tagen wurde die Brücke mit einem Spezialfahrzeug, dem Self-Propelled Modular Transporter (SPMT) mit 20 Achsen auf den Millimeter genau eingeschoben. Im Zuge der Sommersperre wurden auch die dafür notwendigen Vorarbeiten geleistet. Die Brücke wurde im ÖBB-eigenen Werk gefertigt und von ÖBB-eigenen Mitarbeitern vor Ort für den Einschub vorbereitet wurde. Auch der Einschub selbst wurde von ÖBB-Facharbeitern und Spezialisten betreut.

Außerdem wurden in der Sommersperre die Verlegung von Weichen, das Herstellen der Oberleitung und diverse Arbeiten im Gleisbereich durchgeführt.