Kaltenleutgeben: Hundezone nicht nach SP-Geschmack. Das ehemaligen Tankstellen-Areal sei ungeeignet, vertiefende Planungen seien notwendig, meint die „rote“ Ortspartei.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 28. Juni 2020 (05:23)
SPÖ-Gemeinderat Peter Sedlbauer fordert ein Zurück an den Start für das Projekt.
Andrea Bichl

Das Areal der ehemaligen Tankstelle wird zur Hundezone. Das wurde mit den Stimmen der ÖVP, Grünen und FPÖ mehrheitliche beschlossen. Das Projekt wurde „nach einem Aufruf im Amtsblatt und vielen persönlichen Gesprächen“ gestartet, berichtete Bürgermeisterin Bernadette Schöny, ÖVP. „Im Herbst wird es vor der Umsetzung noch eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung geben.“

Das Grundstück sei bisher schon von vielen Hundebesitzern verwendet worden. „Nun machen wir eine Hundeauslaufzone daraus, die eingezäunt wird“, präzisiert Schöny. Die Kosten der Hundezone sind „durch die Einnahmen der Hundesteuer von einem Jahr gedeckt und somit zweckentsprechend investiert“, merkte Schöny an. Keine Zustimmung gab es von der SPÖ. „Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass Experten einen solchen Platz als ungeeignet erachten“, erklärte der designierte Ortsparteivorsitzende & Gemeinderat Peter Sedlbauer. Zudem habe es „keine Bedarfserhebung gegeben“, ÖVP und Grüne hätten weder die Anzahl der gemeldeten Hunde gewusst (es sind 239) und schriftliche Rückmeldungen aus der Bevölkerung ignoriert, kritisiert Sedlbauer.

Im Herbst wird es vor der Umsetzung noch eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung geben.“ Bürgermeisterin Bernadette Schöny, ÖVP

„Wir haben daher den Antrag gestellt, dass das Projekt, das ein Wichtiges ist, zur vertiefenden Projektierung an den Ausschuss zurückverwiesen wird.“ Das wurde abgelehnt, weshalb die SPÖ „einer Hundeauslaufzone, für die es kein Konzept gibt und der Standort mehrheitlich von der Bevölkerung abgelehnt wird, keine Zustimmung erteilen kann“.

Schöny zeigte sich über die Vorwürfe verwundert und bleibt bei ihrem Motto: „Wir gestalten Kaltenleutgeben anstatt – wie bisher – lediglich zu verwalten.“