Rallye-Talent Mayer gab erstmals international Gas. Das Gießhübler Rallye-Ass Daniel Mayer sammelte in Italien erste internationale Erfahrung. Und das gleich in einer extremen Art und Weise.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. Mai 2021 (17:46)

Viele sehnen sich nach einem Urlaub in der italienischen Sonne. Urlaub hatte der Gießhübler Daniel Mayer nie im Sinn und aufgrund der Wetterverhältnisse kam auch nie wirklich Urlaubsstimmung auf. Mayer wagte sich nach mehreren Starts in der heimischen Rallyemeisterschaft erstmals auf den internationalen Asphalt, wurde bei der Rallye Piancavallo auch gleich voll gefordert. Nicht nur wegen der kurvigen Streckenführung, sondern eben auch wegen der Bedingungen. 

Eine Fahrt durchs Wasser

Heftige Regenfälle ließen die Wassermassen wie eine Sintflut von den Friauler Bergen hinabschießen. Die Straßen waren teilweise überflutet. "Und das alles ohne Vorankündigung. Wenn man nicht selbst dabei war, kann man es nicht glauben", beschreibt der Sohn von Rallye-Legende Walter Mayer. Die schwierigen äußeren Bedingungen forderten während der drei Tage auch zahlreiche Ausfälle und Unfälle. Auch Mayer erreichte in Italien nicht das Ziel, allerdings nur weil die Bremse streikte. "Als bei mir dann in WP4 die Bremse ausfiel, und ich die letzten Kilometer nur noch mit der Handbremse agieren konnte, war die Geschichte für mich dann leider vorbei", sahen Mayer und Co-Pilotin Christina Ettel nicht das Ziel.

Erfahrungen sind unbezahlbar

Dennoch fiel Mayers Resümee nach dem Einsatz bei der Alpe Adria Cup-Rallye positiv aus. Denn die Erfahrungen, die er auf den Rennkilometer sammelte, seien unersetzlich: "Der Lernfaktor war einfach unheimlich groß. Beeindruckend war vor allem der italienische Asphalt: Da hast du im Nassen genauso viel Grip wie in Österreich im Trockenen." Neue Aufschlüsse gewann Mayer unter anderem bei der Linienwahl, die Strecke verzieh keine Fehler. Bei einer schlechten Linienwahl wäre es prompt in die Leitschiene oder in einen Felsen gegangen. "So eng ist dort alles", staunte Mayer, der weitere Renneinsätze im Ausland plant. Der nächste geplante Einsatz ist im Rahmen des Mitropacups geplant. Im Raum Maribor (Slowenien) steht Ende Mai die Rallye Velenje am Programm.