Auch Lehrstellen werden Mangelware. Die Situation wird immer trister. 5.178 Personen stehen aktuell in der Region Mödling ohne Job da, auch die Ausbildungsplätze werden rar.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:34)
Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigten am Arbeitsmarkt im Bezirk Mödling deutlich, wiewohl die Arbeitslosigkeit im zweiten Halbjahr weniger stark gestiegen ist als im Frühjahr. Im Dezember lag die Zahl der Arbeitslosen überwiegend aus saisonalen Gründen wieder höher als im Vormonat. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren gegenüber dem Vorjahresmonat mit 5.178 um 973 (+23,1 Prozent) mehr Personen ohne Job.

AMS-Geschäftsstellenleiter Werner Piringer bilanziert so: „Mit den Lockerungen im Sommer hat die Erholung der Wirtschaft an Fahrt gewonnen. Die neuerlichen Einschränkungen bremsen den Erholungsprozess deutlich und wirken sich unmittelbar auf den Arbeitsmarkt aus.“ So verzeichne man Ende Dezember einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 27 Prozent, der trotz einsetzender Saisonarbeitslosigkeit unter dem gesamten Jahresdurchschnitt von 31,6 Prozent liege, erklärte Piringer.

Unrühmlicher Platz 2 für Bezirk Mödling

Damit rangiert der Bezirk Mödling NÖ-weit auf Platz 2 hinter Waidhofen/Ybbs (+32,4 Prozent), auf Platz 3 folgt Schwechat (+25 Prozent.

Nach Branchen gefiltert gab es die stärksten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr in der Beherbergung und Gastronomie (+168 oder 57,7 Prozent), im Handel (+179, 22,6 Prozent), in der Arbeitskräfteüberlassung (+60, 30 Prozent) sowie in der Warenherstellung (+99 oder 35,5 Prozent).

Die weiterhin angespannte Situation am Arbeitsmarkt im Bezirk Mödling bleibt auch am Stellenmarkt bestehen: Die Betriebe haben im Dezember 307 freie Stellen zur Besetzung gemeldet, um 14,7 Prozent als im Vergleichsmonat 2019, bedauert Piringer. „Insgesamt stehen uns 820 freie Stellen – um 209 weniger als 2019 – und nur noch 30 statt 49 offene Lehrstellen für die Vermittlung von Arbeit- und Lehrstellensuchenden zur Verfügung.“