Auf die Plätze, fasten, los!. Von Fasten-Apps über Basenkuren bis hin zu dem traditionellen verzichten auf Süßigkeiten ist im Bezirk Mödling alles dabei.

Von Michelle Schüller. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:55)
ORF-Sportmoderator Bernhard Stöhr setzt jetzt besonders auf basische Lebensmittel.
privat.

„Ich werde wie jedes Jahr in der Fastenzeit auf Süßigkeiten verzichten“, erzählt Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck, ÖVP, aus Maria Enzersdorf. „Man sollte beim Fasten auf etwas verzichten, das einem schwerfällt. Bei mir sind das eben die Süßigkeiten.“ Für Zeidler-Beck stellt das Fasten „ganz traditionell eine Vorbereitung auf Ostern dar. Nach der längeren Fastenzeit ist die Vorfreude auf den Schoko-Osterhasen dann besonders groß“.

Hat sich weiterhin ganz der gesunden Linie verschrieben: Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck.
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Richard Krimascek, Feuerwehrkommandant-Stellvertreter aus Perchtoldsdorf, setzt auf technische Unterstützung. „Ich faste auch, jedoch nicht unbedingt, weil jetzt die Fastenzeit beginnt. Ich habe vor Kurzem beschlossen, meine im Lockdown angesetzten Kilos wieder loszuwerden. Dafür verwende ich derzeit eine App und betreibe mit dieser Intervallfasten.“

Acht Stunden am Tag darf Krimascek Nahrung zu sich nehmen. Die verbleibenden 16 Stunden wird gefastet. „Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl. Ich bin hauptberuflich Rauchfangkehrer und merke beim Stiegensteigen schon Einschränkungen in der Bewegung“, gibt Krimascek zu. Das ausgiebige Frühstück ersetzt er beispielsweise durch einen Shake. „Ich möchte mich einfach wieder wohler in meinem Körper fühlen.“

ORF-Sportmoderator Bernhard Stöhr aus Mödling hat sich von seiner Lebensgefährtin inspirieren lassen. „Für richtiges, striktes Fasten bin ich leider zu inkonsequent. Nachdem meine Partnerin vor Kurzem aber eine Basenkur gemacht hat, habe ich mir nun vorgenommen, auch mehr basische Lebensmittel wie Kartoffeln, Karotten, Bananen zu mir zu nehmen und meine Ernährung damit auf längere Zeit umzustellen.“ Auch Stöhr hält sich also nicht ausschließlich an die traditionelle Fastenzeit „Ich bin der Meinung, dass es keinen Sinn macht, nur zu fasten, weil es am Kalender steht. Ich möchte meine Ernährung jetzt umstellen, um mein Wohlbefinden zu steigern und meinen Körper zu entsäuern.“

Bei der Arbeit setzt Franz Nigl fast immer auf seine Traubensäfte.
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Ökonomierat & Weinhauer Franz Nigl aus Perchtoldsdorf hält nichts vom Fasten. „Ich bin von Natur aus schlank. Das ganze Jahr über ernähre ich mich abwechslungsreich und strukturiert.“ Auch, was den Alkohol betrifft, muss Nigl nicht fasten. „Ich trinke, wenn wir ausgesteckt haben, fast nie Alkohol, ich weiche da immer auf unsere guten Traubensäfte aus.“

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