Fastenzeit: 46 Tage spürbar auf Dinge verzichten. Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Auch im Bezirk Mödling darf erst ab Ostern wieder genascht oder getrunken werden.

Von Michelle Schüller und Johanna Hoblik. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:45)
Pfarrer Adolf Valenta ist bereit für die Aschenkreuzspende; die gibt’s heuer auch „to-go“.
privat

„Ich habe wie jedes Jahr für die Fastenzeit ein sehr striktes Programm. Ich verzichte in diesen 46 Tagen auf Fleisch, Süßes, Alkohol und Koffein“, berichtet Brunns Pfarrer & Dechant Adolf Valenta im NÖN-Gespräch. Außerdem begleitet ihn seit Jahren auch „der Aspekt der Bewegung. Ich gehe in dieser Zeit auch täglich laufen. In den vergangenen Jahren war das herausfordernd, seit der Pandemie gehört dies aber sowieso zu meinen Ritualen.“

Für Valenta ist die Fastenzeit das „Highlight im Jahr. In den ersten Tagen fällt es mir, besonders was den Verzicht auf Koffein betrifft, durchaus schwer. Jedoch verspüre ich durch den Verzicht mit der Zeit eine gewisse Klarheit im Geiste, welche mir ermöglicht, Entscheidungen viel klarer zu treffen.“

Für den Aschermittwoch hat sich der Dechant Corona-bedingt etwas Besonderes einfallen lassen. „Ich wollte die Messe von der Personenanzahl her auflockern. Die Leute fühlen sich wohler bei Outdoor-Veranstaltungen. Daher habe ich versucht, die Hemmschwellen der Mensch mit dem ‚Aschenkreuz-to-go‘ zu überschreiten.“ Die Spende des Aschenkreuzes wird im Freien am Brunner Kirchplatz angeboten. „Die Gläubigen erhalten das Aschenkreuz nicht auf die Stirn; stattdessen wird die Asche in Kreuzform berührungslos auf das Haupt gestreut.“

Musicalstar Maya Hakvoort räumt „innen und außen auf“: Einerseits sorgt sie für Ordnung im Notenschrank, andererseits kümmert sie sich um ihr körperliches Wohlbefinden.
Jason Komrij

Auch Musicalstar Maya Hakvoort aus Brunn am Gebirge hält sich strikt an die Fastenzeit. „Ich verzichte auf Süßigkeiten und Alkohol, denn ich nutze die Fastenzeit auch gleichzeitig zum Detoxen, um in dieser Zeit Schwermetalle, wie Quecksilber und Aluminium aus dem Körper auszuleiten.“

Und sie setzt auf Bewegung. Mehrmals täglich geht sie mit ihrem Golden Retriever spazieren, „da fordert mich mein Hund aber das ganze Jahr über. Und dann mache ich noch ein Programm, das nennt sich ,Fitcoins sparen“. Die Ursprungsidee ist aus Holland. Dabei soll man sich so viel wie möglich bewegen, um Coins anzusparen für die man dann beispielsweise Gratis-Massagen bei Betrieben, mit denen zusammengearbeitet wird, bekommt. „Damit erhält man einen schönen Überblick wie viel man für seine Gesundheit macht und wie aktiv man ist“, ist Hakvoort überzeugt. Die Produzentin der Brunner Sommerspiele („Into the woods“) widmet sich derzeit aber auch einer „Innen-Reinigung“. „Wenn man anfängt, seinen Körper aufzuräumen, fängt man auch gleich an, sein Haus aufzuräumen. Das ist herrlich, wieder etwas zu finden, wenn man es sucht.“

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