Reitsportanlage: Hier ist das Pferd König. Reitsportanlage der Familie Michelfeit steht kurz vor der Fertigstellung. Die ersten Einsteller haben bereits ihr „Hotel“ bezogen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 30. Juli 2017 (04:30)
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Sepp Michelfeit, in seiner Jugend selbst leidenschaftlicher Reiter, mit seiner Tochter Catherine, die für die Reitsportanlage verantwortlich ist.

Die Liebe zu Pferden liegt wohl in den Genen der Familie Michelfeit. Sepp Michelfeit erzählt: „Ich bin mit Pferden aufgewachsen, eine Leidenschaft von mir war lange Zeit das Kutschenfahren. Ich habe mir in Laxenburg daher auch ein kleines Kutschenmuseum eingerichtet.“

Das Pferde-Gen hat auch Tochter Catherine geerbt, die sich als Dressurreiterin international einen Namen gemacht hat. Auf ihre Initiative und nach ihren Ideen wird die neue Reitsportanlage gestaltet, die bis auf die Außenanlagen - die Pflasterarbeiten sind gerade voll im Gange - fertig ist.

„Ich habe mir viele Stallungen in Deutschland angesehen. Bei meinem Stall in Laxenburg wollte ich die optimale Lösung für Einstellpferde herausarbeiten. Das zieht sich vom Platz- und Futterangebot für die Pferde bis zur täglichen Bewegung an der frischen Luft. Auch Sportpferde wollen an die frische Luft, bei mir stehen dafür zwei Koppeln im Freien zur Verfügung: eine im Wald und eine auf der Wiese“, betont Catherine Michelfeit ihre Prioritäten.

Der Servicegedanke steht im Vordergrund

Das bedeutet: das gesamte Rundumpaket muss stimmen, der Servicegedanke steht wie bei einem Hotelbetrieb im Vordergrund. 22 Einstellboxen mit angeschlossenem Paddock-Platz sind bereits fertig. Anfang Juli haben die ersten Pferde ihr neues Domizil bereits bezogen. „Die Pferde lieben es, sich am Paddock-Platz sonnen zu lassen“, erzählt Catherine. Dann lenkt sie das Augenmerk auf die Pferdepflegeplätze, die im Stall von einem Solarium überdacht sind.

Beheizt werden die Pferdetränkebecken, selbst jene, die sich einige hundert Meter weiter weg auf den beiden Weiden befinden. Im Matsch stehen müssen die Pferde dabei nie. Dafür sorgt das sogenannte Ebbe-Flut-System, damit hat sowohl der Reitplatzboden in der Halle wie auch der Boden der beiden Außenanlagen in jeder Ecke die gleiche Temperatur. Ein überdachter Voltigierplatz und eine Schrittmaschine vervollständigen die Anlage.

Auf dem weiteren Ausbauplan steht der Umbau des alten Pferdestalles von 18 auf 24 Pferdeeinstellplätze. Die offizielle Eröffnung soll nächstes Jahr erfolgen, „wenn wirklich auch die Grünflächen hergerichtet und die Pflasterarbeiten fertig sind“, erklärt Catherine Michelfeit.