Parken nur als „Gast“ in Vösendorf. Das ab Herbst gültige Kurzparkticket sorgt jetzt schon für Wirbel: Nebenwohnsitzer fühlen sich benachteiligt.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 09. August 2019 (04:06)
Gemeinde
Ortschefin Andrea Stipkovits will die Situation beobachten.

Zumindest alle Gassen der Haidfeldsiedlung und der Kalesa-Siedlung werden ab 1. September zur Kurzparkzone, um Parker, meist Pendler, die die Badner Bahn benutzen, fernzuhalten. Durch die neuen Kurzparkzonen entstehen aber auch Einschränkungen für Anrainer, die in einer der betroffenen Gassen einen Nebenwohnsitz unterhalten.

„Was soll ich jetzt machen, falls ich Gäste einladen und eine Party feiern möchte?“, fragt eine Anrainerin mit Zweitwohnsitz sarkastisch.

"Anrainerkarten werden für all jene Fahrzeuge ausgestellt"

Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SP, merkt dazu an: „Anrainerkarten werden für all jene Fahrzeuge ausgestellt, die in den betroffenen Siedlungen in Vösendorf angemeldet sind. Haushalte, die als Nebenwohnsitz dienen, erhalten eine Gästekarte, auch wenn der Hauptwohnsitz der gemeldeten Personen nicht in Vösendorf liegt. Dies unterscheidet unsere Regelung positiv von jener Wiens.“ Die Ortschefin will die Situation beobachten und wenn nötig „im Sinne der Anrainer Optimierungen vorschlagen“.

Die Wiener Lokalbahnen haben nicht vor, eine Park&Ride-Anlage in Vösendorf zu errichten. Sprecher Michael Unger betont: „Es gibt derzeit in Vösendorf keine konkrete Planung oder gar ein Projekt mit Beteiligung der Wiener Lokalbahnen für neue Parkplätze oder Park& Ride rund um die Badner Bahn- Haltestelle Vösendorf-Siebenhirten.

Grundsätzlich sind wir aber schon immer wieder mit Gemeinden entlang der Strecke im Austausch, wenn es um das Thema Parkplätze geht, auch wenn wir selbst jetzt keine P&R-Anlagen oder dergleichen errichten. Aber uns ist natürlich auch wichtig, dass der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr möglichst einfach ist.“