Brunner Gemeinderat sorgt für "rollende Demo" in Wien. Gemeinderat Mario Rosensteiner, Liste: "Wir Brunner zu 100 Prozent", aus Brunn am Gebirge, ist "ein „Gerechtigkeitsfanatiker". Nachdem vergangene Woche von 17 Demonstrationen 15 abgesagt worden waren, sei ihm die Idee gekommen, die „Erste mobile Wiener Demo“ ins Leben zu rufen, die er unter das Motto „Das Recht zu Demonstrieren – Grundrecht Versammlungsfreiheit in Österreich“ stellt.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 03. Februar 2021 (18:14)
Mario Rosensteiner organisiert am Sonntag eine rollende Demo in Wien. Die Sicherheitsbesprechung in der Landespolizeidirektion Wien steht noch aus.
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„Zu Fuß geht’s derzeit nicht, das war mir klar, aber mit dem Auto oder einem Fahrzeug sieht es schon anders aus.“ Rosensteiner möchte in Erinnerung rufen, dass im Oktober das 100-Jahr-Jubiläum "Österreichische Verfassung" gefeiert wurde: „Darin ist auch die Versammlungsfreiheit beschrieben, das kann man nicht oft genug betonen.“

„Das könnte die Mutter der Demos werden“

Mit Pkw, Motorrad, Moped, Traktor, Fahrrad und sonstigen im Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeugen wird am Sonntag, 7. Februar von 13 bis 16 Uhr vom Heldenplatz gestartet, zurückgelegt werden knapp sechs Kilometer am Wiener Ring.

Sogar einen Autobus hat Rosensteiner vom Perchtoldsdorfer Tourismusveranstalter Felner gemietet. Rosensteiner investiert dieses Geld "gerne aus der eigenen Tasche. Man gönnt sich ja sonst nichts“.

Der Bus dient als fahrende Zentrale, nicht nur die Einsatzleitung findet darin Platz, sondern auch Pressevertreter und Vortragende. Die genauen Rahmenbedingungen werden noch bei der Sicherheitsbesprechung im Referat Vereins-, Versammlungs- und Medienrechtsangelegenheiten der Landespolizeidirektion Wien "penibel behandelt werden“, verrät Rosensteiner.

Dass die Aktion ein Erfolg wird, davon ist er überzeugt: „Das könnte die Mutter der Demos werden. Alle, die etwas zu sagen haben, sind gerne eingeladen, mitzumachen.“ Worauf er als Veranstalter Wert legt? „Dass alle Sicherheitsvorkehrungen und Covid-Vorgaben eingehalten werden.“