Erstellt am 09. April 2015, 06:00

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Saison für Hostien. Die Steyler Missionare betreiben die größte Hostienbäckerei Österreichs: Vor Ostern herrschte Hochbetrieb.

In ihren Händen liegt die Hostienproduktion: Johanna Nemetz (Betriebsleitung), Bäckerin Andrea Seif, Eva Rosner, Katarina Gajic (Verpackung, Stanzen) (v.l.).  |  NOEN, Schätzle

Es gibt sie schon seit 1926, die Hostienbäckerei der Steyler Missionare. Sechs Millionen Laienhostien (Durchmesser 2 cm) werden hier bei der Mödlinger Herz Jesu-Kirche pro Jahr hergestellt, dazu noch Priesterhostien (6 cm) und Konzelebrationshostien (13 cm).

Sieben bis acht Millionen Hostien pro Jahr

Aus Wasser und Mehl entstehen gebackene Teigplatten, die dann gestanzt und eventuell mit einer Kreuzprägung versehen werden. Vor Ostern herrscht Hochsaison. Johanna Nemetz leitet den Betrieb, der weite Teile Österreichs versorgt: „Insgesamt produzieren wir sieben bis acht Millionen Hostien pro Jahr, früher hat die Erzdiözese bestellt und verkauft, das darf nun aus gesetzlichen Gründen nicht mehr sein, jetzt läuft es über eine Agentur.“

Es muss ein besonders gutes Mehl sein, aus dem die weißen oder die etwas länger gebackenen dunkleren Brothostien gefertigt werden. Erfahrung gehört dazu und handwerkliches Geschick. Hier werden nur „normale“ Hostien hergestellt, glutenfreie und andere Sonderwünsche kommen aus Deutschland. Auch wenn generell die Nachfrage etwas zurückgeht, die Steyler Bäckerei ist gut ausgelastet.