Die Anlage im Wienerwald startet durch. Rundumerneuerung des Sulzer Heizwerks ist abgeschlossen.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 02. April 2021 (05:01)
Das Fernheizwerk Sulz ist offiziell in Betrieb: Vizebürgermeister Karl Breitenseher, Christoph Walla (Engie), Lukas Schirnhofer (Polytechnik) (v.l.).
Schätzle, Schätzle

Das Fernheizwerk in Sulz war in den 1990er-Jahren eine der ersten derartigen Anlagen in Niederösterreich. In die Jahre gekommen, bedurfte es einer Modernisierung, zumal es der frühere Betreiber, der ehemalige Bürgermeister Leopold Schmölz, ÖVP, nicht mehr weiterführte.

Die Komplettsanierung wurde von der Firma Engie durchgeführt. Nachdem nunmehr die Abnahmemessungen vorgenommen worden waren, konnte die Anlage offiziell übergeben werden. Vizebürgermeister Karl Breitenseher, Grüne, verwies auf die Vorbildwirkung des Projekts. Mit einem neuen – auf dem Holzvergasungsprinzip beruhenden Biomasse-Kessel – genüge die Anlage höchsten ökologischen Ansprüchen.

Lukas Schirnhofer von der Firma Polytechnik betonte: „Die neue Feuerung ist klimafreundlich, in ihrer Leistungsklasse einzigartig und zukunftsweisend.“ Dafür sprächen der „reduzierte Strom- und Brennstoffverbrauch sowie die Technologie ohne Filteranlage“. Mit der Sulzer Anlage versorgt Engie 153 Kunden und hat „das Netz kompakter gestaltet“, weiß Christoph Walla: „Bei dem Heizhaus in der Ortsmitte haben wir Wert auf niedrige Emissionswerte gelegt. Zusätzlich ermöglicht die neue Verbrennungsanlage einen emissionsarmen und effizienten Einsatz unterschiedlicher Brennstoffe.“

Ein neues Hackgutlager für 250 m³ Hackgut wird ausschließlich von regionalen Lieferanten und aus dem Wald der Gemeinde Wienerwald beliefert.