Banken haben alle Betroffenen direkt kontaktiert. Schließfächer von Kunden dreier Banken sind von Kriminellen geleert worden. Am Freitag wurde von einer Raiffeisen-Sprecherin bestätigt, dass Niederlassungen der Gruppe betroffen waren - und zwar die Raiffeisen Regionalbank in Mödling und eine Raiffeisen-Filiale in der Wiener Muthgasse. In der Bank Austria ging es um Safeboxen der Schließfachanlage der Filiale Klosterneuburg.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 20. November 2020 (17:40)
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Alle betroffenen Kunden der beiden Bankinstitute seien direkt kontaktiert worden, sie waren auch schon in ihren Banken, teilten die Institute am Nachmittag auf APA-Nachfrage mit.

Dort ging es um die Schadensfeststellung nach diesem Diebstahl, der auch nach Angaben der Banker eine neuartige kriminelle Dimension hat. Zur Höhe der Schäden und zur Zahl der betroffenen Kunden wurden keine Angaben gemacht.

Bei Raiffeisen hieß es, es habe sich um eine überschaubare Zahl von Betroffenen gehandelt. In der Bank Austria war heute von einigen wenigen Safes die Rede. Alle seien verständigt, es sei nichts mehr offen, hieß es von beiden Häusern.

Zugetragen hätten sich die Taten Mitte November. Wie es den Tätern jeweils gelungen ist, die höchsten Sicherheitsstandards zu knacken, dazu gab es weder von der Polizei noch von den betroffenen Instituten Angaben. Die Banken haben sofort die Polizei eingeschaltet. Um die auf Hochtouren laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, wollten sie keine weiteren Details kommunizieren. Es sollen bestimmte Safe-Varianten, konkret 24-Stunden-Safes, betroffen gewesen sein.

Welche Werte in Banksafes verwahrt sind, darüber wissen die Banken selbst nicht Bescheid. Mit dem Safe-Mietvertrag wird in einem Standard-Vertrag eine nach Instituten unterschiedliche Versicherungssumme von im Schnitt einigen tausend Euro vereinbart. Die kann aber in der Beratung individuell festgesetzt und durch Zusatzversicherung erhöht werden. In ihre Sicherheitssysteme haben die Banken in den vergangenen Jahren hohe Summen investiert.

Bei der Polizei war heute davon die Rede, dass elektronische Sperren, die den Zugang zu der betreffenden Räumlichkeit, den Saferaum, sicherten, überbrückt worden sein dürften.