Senioren im Casa Guntramsdorf haben Freude am Lesen. Lehrerin Carina Matejcek initiierte Projekt gemeinsam mit Casa Guntramsdorf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Mai 2020 (04:45)
Frau Maria freut sich sehr über den persönlichen Brief, den sie erhalten hat.
Casa Guntramsdorf

„Schreiben gegen die Einsamkeit“ – auf diesen Nenner kann man den Briefkontakt zwischen Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Guntramsdorf und Bewohnern des Seniorenheims Casa Guntramsdorf bringen. 76 Schülerinnen und Schüler haben sich dieser Aktion angeschlossen, die von Lehrerin Carina Matejcek ins Leben gerufen wurde.

Die Idee dahinter war, „auch in Zeiten wie diesen zu zeigen, dass der Kontakt zwischen den Generationen auf diese Weise möglich ist“. Matejcek war „überwältigt, wie viele Kinder sich freiwillig gemeldet haben, um den Menschen im Seniorenheim die einsamen Stunden während des Besuchsverbotes zu erleichtern. Jeder Brief ist sehr persönlich gestaltet, auch die Umschläge sind liebevoll verziert. Ich habe den Schülern zwar mit Textbausteinen geholfen, aber der Großteil des Inhalts stammt von ihnen.“

Die Begeisterung über die Initiative war riesig, bestätigte Seniorenbetreuerin Elisabeth Zöschg von der Casa, die mitgeholfen hat, den Briefkontakt zustande kommen zu lassen. „Das war wirklich Gänsehautfeeling, wie die Bewohner auf die Briefe reagiert haben. Ich habe darauf geschaut, dass jene Bewohner Briefe bekommen haben, die diese auch noch lesen und verstehen können. Aber manche Klienten haben sich auch sehr über Bilder und Zeichnungen gefreut.“

Einige der alten Menschen möchten den Jungen jetzt zurückschreiben. Die Chance, dass sich eine Brieffreundschaft entwickelt, bleibt bestehen.