Heuras zeigt Interesse am Brunner Bildungscampus . Der von Christoph Gredler angedachte Bildungscampus bleibt auch dem Bildungsdirektor nicht verborgen.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 23. Dezember 2020 (03:45)
Visionär Christoph Gredler mit einem Plan, wie der Bildungscampus ausschauen könnte.
privat

Ein neuer Gymnasiumstandort im Süden von Wien ist schon länger ein Thema, nicht nur im Bezirk Mödling.

Im Nachbarbezirk Baden hat die Stadt Traiskirchen die Hoffnung auf diesen Standort noch nicht aufgegeben, sogar in der letzten Gemeinderatssitzung eine Flächenwidmungsplanänderung beschlossen, damit die Chance auf den Schulstandort lebt.

Vom idealen Standort eines Bildungs- und Sportcampus in Brunn inklusive Gymnasium, ist hingegen Christoph Gredler, Initiator von „mein aufstehn“ überzeugt, die NÖN berichtete: Seiner Meinung nach sollte man „über den Tellerrand hinausschauen“ und auf dem Areal ein „gesundes Angebot schaffen bei dem Wissen von der Volksschule bis zu einer Fachhochschule vereint wird“.

Jetzt gibt es eine Reaktion von Niederösterreichs Bildungsdirektor Johann Heuras, die Mut macht. „Wir hätten gerne, wenn eine Gemeinde sagt, dass sie eine AHS in ihrem Ort befürwortet, in einem kleinen Konzept die dazugehörigen Argumente sammelt.“

Verkehrsanbindung, Schülerströme und demografische Entwicklungen, die Situation der Machbarkeit, auch budgetäre Fragen spielen dabei eine Rolle. „Es geht um keine Hochglanzbroschüre, es geht um Argumente, was spricht dafür und was kann man anbieten. Es ist schlau, dass Gemeinden auf uns zukommen, wenn sie das haben möchten. Wenn uns Unterlagen fehlen, werden wir an potenzielle Interessenten, die uns schon kontaktiert haben, noch einmal herantreten“, fügt Heuras an.

Bei der Dezember-Gemeinderatssitzung wurde von der ÖVP ein Dringlichkeitsantrag „Grundsatzbeschluss zur Errichtung einer AHS am Standort ,Glasfabrik‘ sowie Einrichtung einer Projektgruppe“ eingebracht, die Dringlichkeit wurde von SPÖ und NEOS abgelehnt.

 VP-Ortsparteichef Oliver Prosenbauer kann gar keine Unterstützung für das AHS-Projekt erkennen, „sonst wäre unser Antrag nicht abgeschmettert worden, was aber nicht heißt, dass wir aufgeben“. 

Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, sieht für diesen Schultyp von Gemeindeseite eigentlich keine Zuständigkeit: „Beitragen kann ich selbstverständlich ortsbezogene Daten, weitere Gespräche mit den Eigentümern der Liegenschaft und das Interesse unserer Gemeinde noch einmal nachdrücklich zu bekunden.“

Die Notwendigkeit einer separaten Projektgruppe sieht er nicht, „dafür haben wir einen eigenen Ausschuss. Daten und möglichen Standort habe ich schon zweimal schriftlich dem Bildungsdirektor und dem Unterrichtsminister bekannt gegeben. Ich freue mich über die Möglichkeit weiterer Gespräche.“

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