Raser in Wiener Neudorf bei Plandquadrat erwischt. In Niederösterreich, Wien und dem Burgenland wurde ein Roadrunner-Schwerpunkt durchgeführt.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 23. Juni 2019 (14:17)
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Symbolbild

Der Polizei sei bei diesem Schwerpunkt ein wichtiges Signal im Kampf gegen Roadrunner gelungen und es hätten mehrere Verkehrs-Rowdys sowie alkoholisierte oder durch Suchtmittel beeinträchtigte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen werden können, meint die Polizei in einer Aussendung.

Besonders erwähnenswert seien dabei folgende Amtshandlungen:

- Anhaltung eines Sportwagen-Fahrers mit blauen Probefahrts-Kennzeichen, elektronisch verstellbarer geöffneter Auspuffklappe (viel zu hohe Lärmbelästigung), der von einem Zivilfahrzeug mit geeichtem Tacho vom Leiter der LVA Wien selbst verfolgt und dabei mit 182 km/h (bei erlaubten 50 km/h) gemessen wurde. Nach der Messung und vor der Anhaltung vergrößerte sich der Abstand zwischen dem Raser und dem Zivilfahrzeug weiter, sodass von noch weitaus höherer Geschwindigkeit ausgegangen werden muss.

Der 29-Jährige konnte schließlich auf der Triester Straße, Fahrtrichtung stadtauswärts, kurz vor der A 23-Auffahrtsrampe, angehalten werden. Für den Fall einer Fortsetzung der Fahrt waren bereits vier weitere Polizeifahrzeuge für allfällige Straßensperren in Position gebracht worden.

- Anhaltung eines Autofahrers mit 114 km/h auf der Triester Straße (Richtung stadtauswärts) anstatt der im Ortsgebiet erlaubten 50 km/h.

- Anhaltung eines Autofahrers auf der A2, Höhe Wiener Neudorf, (Richtung Süden) mit 212 km/h anstatt erlaubter 130 km/h.

Insgesamt kam es im Zuge des Schwerpunkts zu folgenden Amtshandlungen und Anzeigen:

- 9 Kennzeichenabnahmen und 44 Anzeigen wegen technischer Mängel, die von der MA 46 festgestellt wurden.

- 122 durchgeführte Alkovortests, davon 2 alkoholisierte Fahrzeuglenker, den beiden der Führerschein abgenommen wurde.

- 4 vom Amtsarzt positiv auf Suchtmittel-Beeinträchtigung getestete Fahrzeuglenker und 2 Verweigerungen der Untersuchung, davon 5 Führerscheinabnahmen (ein Suchtgiftlenker verfügte über keine Lenkberechtigung).

- 13 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen, davon neun erhebliche Übertretungen, die ein Führerscheinentzugsverfahren zur Folge haben.

- 107 sonstige verkehrsrechtliche Anzeigen

- 79 ausgestellte Organmandate in Gesamthöhe von 3335 Euro.

Brigadier Michael Takacs, der die Leitung innehatte, bilanziert: „Roadrunner stellen eine erhebliche Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer dar. Aus diesem Grund werden wir derartige Schwerpunkte in regelmäßigen Abständen wiederholen und verantwortungslose Fahrzeuglenker aus dem Verkehr ziehen. Die Wiener Polizei verfolgt hier eine „Null-Toleranz-Strategie“.