Drei Jahre lernen mit der Baustelle in Mödling. Ab dem Herbst 2022 stehen genügend Räumlichkeiten für Schüler und Lehrer zur Verfügung. Spatenstich Gymnasium Keimgasse

Von Christoph Dworak. Erstellt am 22. Januar 2020 (04:39)
„Ich gratuliere den Verantwortungsträgern zu dieser Entscheidung und wünsche allen Beteiligten alles Gute für die Bauarbeiten“, betonte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, hier mit Wolfgang Gleissner (BIG), Bildungsdirektor Johann Heuras, Stadtchef Hans Stefan Hintner und Direktor Michael Päuerl nach dem Spatenstich.
Dworak

Für die „traditions- und erfolgreiche Bildungseinrichtung“ war der Montag „ein bedeutender Tag“, merkte Direktor Michael Päuerl zufrieden an. Die Spatenstichfeier für die Sanierung und Erweiterung des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums (BG/BRG) Keimgasse ging über die Bühne.

So wird sich das Gymnasium Keimgasse ab dem Herbst 2022 präsentieren: Zubau, Sanierung und Aufstockung des ursprünglichen Gebäudes, 18 neue Klassenräume, eine Dreifachturnhalle mit Sportplatz am Dach, Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung sowie ein Mehrzwecksaal.
Visualisierung: ZOOMVP

Die räumlichen Gegebenheiten konnten in den vergangenen Jahren mit dem Ruf der Keimgasse als „Talente-Förderschmiede nicht ganz mithalten“, ließ Päuerl nicht unerwähnt: Wander- und Containerklassen. Umstände, mit denen 1.000 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 100 Lehrerinnen und Lehrer zu kämpfen haben.

Nach der Erweiterung und Sanierung haben „wir endlich auch die räumliche Qualität, um Bildung voranzutreiben. Immerhin bewegen wird die Zukunft junger Menschen“.

„Bohren in sehr harten Brettern“

Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, freute sich als ehemaliger „Keimgassler“ – „Ich bin schon 1974 in einer Wanderklasse gesessen“ – über den Ausbau. Der Weg bis zum Start sei von „Bohren in sehr harten Brettern“ begleitet gewesen.

Wolfgang Gleissner, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) konnte das nur bestätigen. „Es ist ein großes und komplexes Projekt“, dafür gebe es ab Herbst 2022 ein „modernes, adäquates Produkt“; Dreifach-Turnhalle mit Sportfläche am Dach sowie Sanierung und Aufstockung des etwa 130 Jahre alten Altbestandes inklusive: „Allesamt Grundlagen für einen qualitätsvollen Unterricht“, ist sich Gleissner sicher.

Bildungsdirektor Johann Heuras war froh, dass die „lange Wanderung ein Ende hat“ und er versprach Schülern und Lehrern: „Alles wird besser.“

Für Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, ÖVP, steht außer Zweifel, dass „auch der Wohlfühlfaktor zum Unterricht dazugehört. Er trägt zum Lernerfolg bei“.