Plan zur Aufwertung von Mödling. Silvia Drechsler denkt über die Verlegung des Gemeindeamts nach.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 17. Januar 2020 (05:29)
Silvia Drechsler.
SPÖ

Die SPÖ und Spitzenkandidatin Silvia Drechsler haben „eine ganz klare Vision: Das Areal in der Gabrielerstraße und das Leinergebäude selbst eignen sich ganz hervorragend für ein barrierefreies Gemeinde- und Kulturzentrum“. Eine Tiefgarage würde ermöglichen, dass der Platz vor dem denkmalgeschützten Leinergebäude als Grünraum und Kunstgarten gestaltet werden könnte.

„In die Tiefe könnte nicht nur die Garage samt Zugang zum Krankenhaus und zur Bahn verschwinden, sondern auch eine Eishalle“, ist Drechsler überzeugt: „Helsinki macht es vor – oberirdische Räume frei machen und unterirdisch bauen – energieeffizient und klimaschonend.“

„Schöffelstadt profitiert von diesem Projekt“

Drechsler ist überzeugt, dass „die gesamte Schöffelstadt von einem derartigen Projekt profitieren würden; es ließe sich mit den bereits unter der Bahn angesiedelten Institutionen als Behördenviertel positionieren und aufwerten“.

Das aktuelle Gemeindeamt samt dem ehemaligen Finanzamt, das zwar in Gemeindebesitz ist, aber nach wie vor brach liegt, könnten „gemeinsam verwertet werden. Raum fürs Wohnen und Leben im Zentrum für Jung und Alt wäre dadurch geschaffen: Smartwohnungen, Startwohnungen, betreubares Wohnen. Das ist aus unserer Sicht Stadtentwicklung“, meinte die Spitzenkandidatin.

Stadtchef Hans Stefan Hintner, ÖVP, hört die Vorschläge gerne, muss aber abwinken. „Es stimmt, dass wir das ehemalige Finanzamt von der Bundesimmobiliengesellschaft gekauft haben. Wir hatten als öffentliche Hand Vorrang, es gab keine Ausschreibung.“ Allerdings sehe das BIG-Gesetz vor, dass man das Grundstück grundsätzlich nicht für Wohnzwecke nutzen dürfe: „Da würden uns empfindlich hohe Nachzahlungen drohen.“ Was die Entwicklung des ehemaligen Finanzamts als Erweiterungsfläche für das Gemeindeamt betreffe, sei man planlich auf Schiene. Die Umsetzung erfolge, wenn finanziell andere wichtige infrastrukturelle Notwendigkeiten erledigt sind, meinte Hintner.