„Klima ist sehr gut“. Karl Narbeshuber von der „Berndorf-Metall- und Bäderbau GmbH“ lobt Verhältnis zur Stadt und plant ohne Eislaufplatz.

Von Christoph Dworak und Bernhard Garaus. Erstellt am 16. September 2014 (10:01)
Finanzstadtrat & Vizebürgermeister Ferdinand Rubel, ÖVP, versucht den Betrieb des Bades an eine Firma zu übertragen.
NOEN, Dworak

Das Wetter können die Verantwortlichen der Stadtgemeinde nicht beeinflussen, das Aussehen und die Zukunft des Stadtbades sehr wohl. Wie bereits mehrfach berichtet versucht Finanzstadtrat & Vizebürgermeister Ferdinand Rubel, ÖVP, seit Längerem, den etwa 1,4 Millionen schweren jährlichen Abgang zu reduzieren. Das ist auch erklärtes und im Koalitionsübereinkommen mit den Grünen dokumentiertes Ziel.

„Beschäftigen uns intensiv mit dem Projekt"

Tatsache ist, dass die Gemeinde alles daran setzt, den Betrieb des Bades inklusive aller notwendigen Investitionen an eine Firma zu übertragen. Mit der „Berndorf-Metall- und Bäderbau GmbH“ hat man eine entsprechende Anwärterin bei der Hand, die Gesellschaft ist als Siegerin eines Wettbewerbsverfahrens hervorgegangen.

Geschäftsführer Karl Narbeshuber hält sich im NÖN-Gespräch über den Stand der Dinge sehr zurück. Den zu propagieren sei Aufgabe der Gemeinde: „Ich kann nur so viel sagen, dass wir uns sehr intensiv mit dem Projekt beschäftigen und das Klima mit den Verantwortlichen ein sehr gutes ist.“

Eines ließ sich Narbeshuber aber entlocken: Dass das Ende des Eislaufplatzes im Bad besiegelt sein dürfte, sei „eine sehr wichtige Entscheidung für unsere Planungen“.

Eislaufsaison 2015 schon am neuen Gelände

Denn damit habe man Platz für ein Wellnesszentrum, wie Rubel bereits im NÖN-Gespräch erwähnte. Der Grundsatzbeschluss für die Verlegung des Eislaufplatzes – überdachter (!) Ersatzstandort soll das Sportzentrum in der Jakob Thoma-Straße werden – werde in der nächsten Gemeinderatssitzung im Oktober angestrebt.

Von sämtlichen Parteien und Listen gebe es dazu Zustimmung, so Rubel. Geht alles glatt über die Bühne, könnte die Eislaufsaison 2015 schon am neuen Gelände gestartet werden.

Einer der vom Umzug betroffenen Vereine ist der Eishockeyclub UEC „The Dragons“ Mödling. Spielbetriebs-Manager Otto Künz: „Wenn es wirklich ein Dach gibt, wäre das natürlich ideal.“ Derzeit konzentriere er sich mit dem gesamten Verein aber noch auf die kommende Saison – und diese findet sicher noch am alten Standort beim Stadtbad statt.

Sportstadtrat Robert Mayer, ÖVP, der auch Ehrenpräsident der Eishockey-Cracks ist, stellt klar: „Für eine Notlösung, wie zum Beispiel das Aufstellen von Containern, bin ich nicht zu haben. Der neue Eislaufplatz muss für alle eine Verbesserung sein.“ Deshalb möchte er so schnell wie möglich mit den konkreten Planungen beginnen.