Brunner Meisterwerk in Feuerwehrrot. Renovierung des Einsatzfahrzeuges, Baujahr 1967, in Teamarbeit abgeschlossen.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 11. Juni 2021 (04:25)
Kommandant Martin Sipser (l.) und Bürgermeister Andreas Linhart (r.) gratulieren dem Team um Projektleiter Robert Nowotny (2.v.l.h.) zur Renovierung des Steyr 586.
Johanna Hoblik, Johanna Hoblik

Wenn Robert Nowotny (43), Fahrmeister der Brunner Feuerwehr, sich etwas in den Kopf setzt, folgen auch Taten; die Renovierung des Feuerwehrautos Steyr 586, Baujahr 1967, das 2013 aus dem Dienst ausschied. Schnell fand er in den eigenen Reihen ein hochkarätiges Team aus Mechanikern, Lackierern, Tischlern und Spenglern.

Nach 500 Arbeitsstunden blickt er mit Franz Koternetz, Fritz Gollob, Martin Stauder, Fritz und Karl Wieninger, Benedikt Kloiber-Stoits, Hannes und Wilhelm Niegl, Thomas Jaksch, Roman Eipeldauer und Harald Czaropka stolz auf das Meisterwerk.

Arbeit war eine „technische Challenge“

Für Nowotny, Inhaber einer Kfz-Werkstatt, war das „eine technische Challenge“. Mit 15 kam der gebürtige Wiener Neudorfer zur Feuerwehr, 2006 verschlug ihn die Liebe nach Brunn, zeitgleich wurde das neue Feuerwehrhaus in der Alexander Groß-Gasse 71 eröffnet. Im Feuerwehrmuseum, das mit dem liebevoll renovierten Austro Fiat eine Rarität besitzt, findet man gelebte Geschichte. Die „Museumsboliden“ bereichern die Rallye Historiale im Oktober, sind beliebt bei Feuerwehrhochzeiten und werden 2022 beim 150-Jahr-Jubiläum so manchem die Show stehlen.

Kommandant Martin Sipser zeigt sich sehr stolz, dass „das Fahrzeug so professionell in den perfekten Originalzustand restauriert werden konnte“ und sieht es als „unsere Verantwortung, Feuerwehrgeschichte für die Nachwelt zu erhalten“.

Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, sieht bestätigt, dass „die Traditionspflege in der Gemeinschaft hohen Stellenwert hat“.

Für Nowotny war es „ein Erlebnis so ein Projekt zu verwirklichen. Ich bin meinem Team sehr dankbar, weil allein geht das nicht“.