Mödling: Begeisterung für Musical und Location. Rundum Begeisterung für das „Tom Sawyer & Huckleberry Finn“-Musical. Ebenso wie für die neue Location.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 02. September 2020 (04:02)
Am Montag war auch für Intendant Norberto Bertassi Aufräumen in der Europa-Halle angesagt. 
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„Es war die schönste, erfolgreichste und künstlerisch beste Aufführung; auch die Kritiken waren gewaltig.“ Norberto Bertassi, Gründer und Intendant des Vereines „teatro“, überschlägt sich am Montag, dem Tag nach der Derniere von „Tom Sawyer & Huckleberry Finn“, in Superlativen.

Und das in einer Saison, die als die schwierigste in die teatro-Ära eingehen wird. Die lange Ungewissheit, ob man überhaupt spielen kann, dann der Wechsel vom Stadttheater in die Europa-Halle.

„Das gesamte Team war extrem Corona-affin“, hob Bertassi lobend hervor. Alle haben privat Kontakte, die über die Familie hinausgegangen wären, vermieden, auch vor und nach den Aufführungen wurde danach getrachtet, Publikum und Darsteller nicht zu durchmischen.

Der Erfolg gibt den drei Vätern, Norbert Holoubek (Autor, Regisseur), Walter Lochmann (Komponist, musikalischer Leiter) und Bertassi (Komponist) recht. Die Auslastung lag bei 95 Prozent, für viele der Fans werden „Männer, Männer“, „Häfenbrüder wie wir“, „In New York“ und „Mississippi Slide“ Ohrwürmer bleiben.

Auf die NÖN-Frage, ob es vorstellbar sei, das Erfolgsmusical auch 2021 – ohne Corona-Einschränkungen – auf den Spielplan zu setzen, weicht Bertassi nicht aus: „Das ist grundsätzlich eine Überlegung wert. Ich werde das durchaus mit den maßgebenden Stellen besprechen.“ Vorgesehen ist vorerst einmal aber „Little Women“, Premiere ist am 22. Juli.

Und noch eines hält sich Bertassi offen. Nahezu alle Besucher seien von der neuen Location begeistert gewesen. Das Ensemble ebenso, das in der Europa-Halle im Vergleich zum Stadttheater viel Platz vorfand. „Eine Kostenfrage“, weiß Bertassi. Er will daher auch die Frage der Location klären.

Nach dem „Mississippi“ ist vor der traditionellen teatro-„Weihnachtsgeschichte“. Und die startet am 11. Dezember in der Stadtgalerie.