Kraftakt in Brunn gelungen. In nur zehn Wochen schafften es die beiden Brunner Leo Floyd und Michael Car, ihr Musical auf die Bühne zu bringen.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 22. Januar 2020 (11:24)
Das Musical „DAIMYO“ in der TheaterArche begeisterte mit dramatischer und berührender Musik.
Renate Schwarzmüller

Im Herbst wurde das erste Video aus dem Musical „DAIMYO“ der Brunner Künstler Leo Floyd und Michael Car präsentiert, wie es weitergehen sollte, stand offen. Beim Happy End sind sie sich einig: „Wir gehen einen ungewissen Weg, das Musical an eine Bühne in London oder New York zu bringen, ist unser Ziel.“

Anfang November meldete sich die japanische Opernsängerin und Co-Leiterin der Wiener TheaterArche. Sie war vom Song „Loved again“ und der Interpretin Kamilla Adamik begeistert.

Da für einen vom Theater geplanten Japan-Abend eine Künstlergruppe ausgefallen war, bot sie an, einige Songs aus DAIMYO präsentieren zu können.

"Dafür haben wir sogar eine Schwertkampfszene eingebaut"

Die Vorstellung nur als Liederabend zu gestalten, erschien Komponist Leo Floyd, der gleichzeitig auch als Produzent der Show fungiert, zu wenig und er nützte diese Chance eine Kurzfassung des Musicals auf die Beine zu stellen: „Ein engagierter Plan, wie sich im Laufe der zehn Wochen herausstellte.“

Zuerst brauchte man ein Organisationsteam sowie 15 professionelle Darsteller aus Musical und Schauspiel, idealerweise aus dem asiatischen Raum.

Alle Stücke mussten musikalisch fertig arrangiert und Handlungsstränge erweitert und verknüpft werden. Da DAIMYO im alten Japan spielt, begab man sich auf die Suche nach originalen Kostümen.

Texter Michael Car war wichtig, „ein inspirierendes Märchen zu kreieren“, ebenso die authentische Umsetzung. „Dafür haben wir sogar eine Schwertkampfszene eingebaut.“

Insgesamt steckten mindestens 40 Personen viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt. Spannend war auch, dass die Tochter eines Darstellers am Aufführungstag geboren werden sollte. Zum Glück kam sie bereits vier Tage zuvor gesund zur Welt.

„Glücklicherweise ist alles gut über die Bühne gegangen“, freuen sich die kreativen Freunde. Ein weiterer Schritt für Floyd und Car auf dem Weg ins Showgeschäft ist geschafft.